Universitätssiegel
Projekt
Förderung: DFG
Laufzeit: 2006 bis 2007
 
Mitarbeiter
 
Kooperationspartner
Universidad de Alicante
 

Forschungsprojekt

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Innovationsfinanzierung im spanischen Mittelstand

Innovationsfinanzierung im spanischen Mittelstand: Die Bedeutung von Nähe, Intermediation und Kompetenzen in regionalen Finanzsystemen

Kurzbeschreibung

Vor dem Hintergrund sich verändernder Finanzsysteme analysiert das Projekt in unterschiedlichen Finanzsystem-Kontexten den Zusammenhang zwischen Innovation und Finanzierung. Im Mittelpunkt der Arbeit steht die Rolle von Nähe, Intermediation und Kompetenzen in (Hausbank-)Finanzbeziehungen.

Marktversagen bei der Finanzierung von Innovationen aufgrund von Informations-asymmetrien zwischen Kapitalgeber und Kapitalnehmer stellt mittelständische Unternehmen vor finanztechnische Herausforderungen. Enge, auf ‚Nähe‘ aufbauende Finanzbeziehungen werden gerade in Deutschland als ein wichtiger Mechanismus zur Kontrolle einer ungleichen Informationsverteilung hervorgehoben. Die Wirkungen einzelner Finanzierungsmechanismen sind jedoch häufig unklar. Sie variieren z.B. je nach zugrunde liegenden institutionellen Bedingungen. Um diese Wirkungen zu ergründen, fokussiert das Forschungsvorhaben Akteurskonstellationen (einschließlich so genannter Infomediäre) sowie lokale Kompetenzen in Finanzbeziehungen. Insbesondere um Aufschluss über die Rolle des nationalen finanzsystemischen Kontextes zu gewinnen, erfolgen komparative empirische Untersuchung in Spanien und Deutschland.

Das Forschungsvorhaben verfolgt das Ziel, neue Wege zur Lösung der Informations-asymmetrie bei der Mittelstandsfinanzierung aufzuzeigen. Der wirtschaftsgeogra-phische Fokus ist dabei auf Lösungsmechanismen gerichtet, in denen ‚Nähe’ in Finanzbeziehungen eine wichtige Rolle zukommt. Nähe wird hierbei organisatorisch, institutionell und geographisch konzipiert. Vor dem Hintergrund sich verändernder Finanz- und Produktionssysteme soll der gegenwärtige Stellenwert von Nähe in (Hausbank) Finanzbeziehungen analysiert werden. Es ist zu klären, inwieweit die Bedeutung von Nähe (z.B. in Folge einer zunehmenden Standardisierung im Banken-wesen) im Auflösen begriffen ist oder durch das Einschalten von Informations-Intermediären neu entdeckt bzw. durch das Hinzuziehen lokaler Kompetenzen neu konstruiert wird. In einer vergleichenden Studie in Deutschland und in Spanien werden unterschiedliche regionale und nationale finanzbezogene Institutionengefüge analysiert. Die empirische Untersuchung soll auf die Frage antworten, wie es in unterschiedlichen institutionellen Gefügen möglich ist, finanzbezogene Informationsasymmetrien zu kontrollieren. Über einen Wirkungsvergleich der Lösungsmechanismen werden Handlungsempfehlungen für Unternehmen, Banken und Regionalpolitik abgeleitet.

Publikationen

Handke, M. (2009) Flexible Finanzierung in Industriedistrikten Spaniens? Zeitschrift für Wirtschaftsgeographie, Heft 1-2.
Handke, M. (2009; in Vorbereitung) Papel de los bancos en los sistemas industriales teritoriales. Revista de Economía Institucional.

Seitenbearbeiter: Webmaster-Team
Letzte Änderung: 12.12.2013
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