Universitätssiegel

Studium

Voraussetzungen Im Studium Veranstaltungen Nach dem Studium

Inhalt des Studiums

Der Masterstudiengang Geoarchäologie an der Universität Heidelberg kombiniert in interdisziplinärer Weise Kenntnisse der Archäologie/Ur- und Frühgeschichte sowie der Geographie/Geowissenschaften. Das im Bachelor-Studium erworbene Wissen wird vertieft, zusätzlich werden Grundkenntnisse des jeweils anderen Fachbereichs vermittelt.

Im Themenbereich, in dem Sie Ihr Bachelor-Studium absolviert haben, können Sie aus dem weiterführenden fortgeschrittenen Lehrangebot auf Master-Niveau weitgehend nach den eigenen Interessen Schwerpunkte im Bereich der Analytik von Umweltarchiven, der geoarchäologischen Feldarbeit und der kulturwissenschaftlichen Raumforschung auf dem aktuellen Stand der internationalen Forschung bilden. Ziel ist, das Studium selbstbestimmt mit einem hohen Grad an Individualisierung erfolgreich abzuschließen und sowohl im interdisziplinären Bereich an der Schnittstelle zwischen Natur- und Geisteswissenschaften als auch disziplinär auf hohem Kompetenzniveau eine Berufsausübung durchzuführen.

Feld- und Laboraktivitäten sind eng verknüpft mit den aktuellen eigenständigen und gemeinsamen Forschungsvorhaben des Geographischen Institutes, des Institutes für Geowissenschaften und des Instituts für Ur- und Frühgeschichte und Vorderasiatische Archäologie sowie des Instituts für Klassische Archäologie.

Aufbau des Studiums

Je nach Vorstudium studieren Sie den konsekutiven, forschungsorientierten Master-Studiengang Geoarchäologie in einem der drei Curricula, so dass sich keine Redundanzen mit bereits im Bachelor erworbenen Kenntnissen ergeben:

  • A: Kursauswahl für Master-Studierende mit Bachelor-Abschluss in Geographie oder Geowissenschaften
  • B: Kursauswahl für Master-Studierende mit Bachelor-Abschluss in Ur- und Frühgeschichte oder einer anderen feldforschenden/objektorientierten Archäologie
  • C. Kursauswahl für Master-Studierende mit Bachelor-Abschluss jeweils 50% in Ur- und Frühgeschichte oder einem vergleichbaren archäologischen Abschluss und 50% in Geographie und/oder Geowissenschaften

Im Folgenden finden Sie eine tabellarische Zusammenstellung einiger Lehrveranstaltungen, aus denen Sie in den verschiedenen Curricula des Geoarchäologie-Studiengangs wählen können und die Ihnen die Breite des Lehrangebots demonstrieren sollen:

moduluebersicht

Neben diesen für alle Curricula angebotenen Veranstaltungen wird das Lehrangebot durch spezifische Veranstaltungen der einzelnen Modulreihen ergänzt.

Das Curriculum vermittelt zu Beginn des Master-Studiums auf den jeweiligen Bachelor-Abschluss aufbauende weiterführende Inhalte sowie Grundlagen im jeweils anderen Fachbereich. Im zweiten Abschnitt des Master-Studiums werden auch diese Kenntnisse vertieft.

Das Format „Forschergruppe“ lässt Sie aktiv an einem aktuellen Forschungsthema interdisziplinär gemeinsam arbeiten.

Da die Geoarchäologie zu einem erheblichen Maße auch eine Feld- und analytische Forschung ist, sind Lehrgrabungen, Übungen im Gelände sowie Laborpraktika ein fester Bestandteil des Studiums. Über den Pflichtteil hinaus erweitert die Teilnahme an zusätzlichen Veranstaltungen (auch zu anderen Themen) Ihren Erfahrungsschatz und Horizont und wird daher nachdrücklich empfohlen.

Das „interdisziplinäre Modul“ gibt Ihnen die Möglichkeit, aus dem der Geoarchäologie nahestehenden breiten Lehrangebot anderer Fächer an der Universität frei zu wählen.

Forschungsschwerpunkte

Die Forschungsschwerpunkte der beteiligten Institute liegen räumlich gegenwärtig z.B. in Süddeutschland und den Alpen, der Slowakei (Vráble) und im östlichen Mittelmeer (z.B. Argolis, Santorin, Kreta). In außereuropäischen Regionen laufen seit vielen Jahren geoarchäologische Untersuchungen in Südamerika (u.a. zur Nasca-Kultur in Peru) sowie in Zentralasien (Turfan-Oase, NW-China) und Ostasien (Xi’an, China). Zeitlich umfassen die Forschungen das Holozän mit besonderen Schwerpunkten im Neolithikum und der Bronzezeit sowie im Mittelalter.

Analytisch reichen die Heidelberger Möglichkeiten in den Naturwissenschaften von der Archäometallurgie über die Geochemie & Petrologie, GIS, Isotopenanalytik, Palynologie, physikalische Altersbestimmung und Sedimentologie bis zur Pedologie. Von archäologischer Seite treffen Sie bei uns neben den etablierten archäologischen Methoden und Techniken (z.B. Typologie, Stilkritik, Kombinationsstatistik) auf ein ausgeprägt kulturwissenschaftliches Forschungsumfeld, das menschliche Umgänge mit der Umwelt vor allem als kulturelle Handlungen und Wahrnehmungen versteht.

Im Gelände werden neben den klassischen Standardmethoden zur Probennahme (archäologische Ausgrabung, Rammkernsondierung) Daten mittels terrestrischem Laserscanning, der geophysikalischen Prospektion (Geoelektrik, Refraktionsseismik, perspektivisch auch Geomagnetik) oder mobilem XRF gewonnen. Hinzu treten archäologische Surveys sowie die historische Karten- und Schriftquellenanalyse.

Weitere Informationen

Studien- und Prüfungsordnungen

Prüfungsausschuss

Zuständig für Anrechnungs-, Anerkennungs- und Prüfungsfragen ist der jeweilige Prüfungsausschuss, bzw. das Prüfungsamt. Nähere Informationen erhalten Sie bei der betreffenden Fachstudienberatung.

Fachstudienberatung

Vertr. Prof. Dr. Bertil Mächtle
Geographisches Institut
Im Neuenheimer Feld 348
D-69120 Heidelberg
Tel: 06221-54-4577
E-Mail: bertil.maechtle@geog.uni-heidelberg.de

Kontakt Institute

Vertr. Prof. Dr. Bertil Mächtle
Geographisches Institut
Im Neuenheimer Feld 348
D-69120 Heidelberg
Tel: 06221-54-4577
E-Mail: bertil.maechtle@geog.uni-heidelberg.de

Prof. Dr. Ulrich A. Glasmacher
Institut für Geowissenschaften
Im Neuenheimer Feld 234-236
D-69120 Heidelberg
E-Mail: ulrich.a.glasmacher@geow.uni-heidelberg.de
www.thermo-archaeo.uni-hd.de

Prof. Dr. Thomas Meier
Institut für Ur- und Frühgeschichte und Vorderasiatische Archäologie
Marstallhof 4
D-69117 Heidelberg
E-Mail: thomas.meier@zaw.uni-heidelberg.de

Seitenbearbeiter: Webmaster-Team
Letzte Änderung: 23.02.2017
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