Universitätssiegel

Excursions


Große Exkursionen Mittlere und Kleine Exkursionen Geländepraktika

2015: Peru

Dr. Bertil Mächtle. Dipl-Golog. Gerd Schukraft und Fernando Leceta

Exkursionsgruppe

Exkursionsgruppe

Der südliche Teil Perus bildete im August 2015 das Ziel einer 16 –tägigen Exkursion, die von der Küste bis zum Hochland die Vielfalt des Landes erkundete. Die Exkursion begann in Lima, der Hauptstadt Perus, in der stadtgeographische Themen eine große Rolle spielen. Die Schwerpunkte änderten sich mit dem Verlauf der Route und konzentrierten sich später auf die Geomorphologie der Trockengebiete, Mensch-Umwelt- Beziehungen und welchen Einfluss das Klima auf die Kulturen der Paracas und Nazca hatten. Auch archäologische Aspekte wurden in der Exkursion beleuchtet, z.B. wie sich die präkolumbischen Kulturen an Wassermangel anpassten, welche Bedeutung die Paracas-Nazca-Linien haben könnten und wie die Terrassensysteme der Küstenregion im Vergleich zu denen im Hochland funktionierten. Humangeographisch wurde die Problematik der Bewässerungssysteme der Küste, sowie der Guano- und Erzabbau behandelt.

'Unterengadin

Auch landschaftlich hatte das Exkursionsgebiet einiges zu bieten – von der trockenen Küste, durchschnitten von grünen Flussoasen, über die Brandung des Pazifiks bis hin zu Schnee und Eis der Gletscher der Anden.

2011: Island

Dipl.-Geol. Gerd Schukraft, Prof. Alexander Siegmund im August 2011

Island ist mit seiner Größe von rund 100.000 Quadratkilometern so groß wie Baden-Württemberg und Bayern und hat mit einer Einwohnerzahl von 300.000 Menschen etwa die Größenordnung von Mannheim, bietet aber mit seiner geographischen Lage zwischen der Alten und der Neuen Welt und seiner Lage auf dem mittelatlantischen Rücken und über einem Hotspot ideale Bedingungen für eine Exkursion.

Exkursionsgruppe

Exkursionsgruppe

Natürlich ist auch in einer Großen Exkursion nur ein Ausschnitt einer komplexen Welt erfahrbar, aber Island bietet für den kurzen Zeitraum von 16 Tagen ein Maximum an Geographie. Nicht nur Physische Geographie, sondern auch Siedlungsgeographie und Wirtschaftsgeographie.

Abschlussbericht zur Island-Exkursion 2011 (27,3 MB)

2010: Kreta

Leitung: Prof. Dr. Olaf Bubenzer, Dr. Christoph Siart im Mai 2010

Kreta, die größte aller griechischen Inseln, war Ziel einer großen Exkursion von Heidelberger Studierenden im Mai 2010. Inhaltlich standen sowohl physisch-geographische (Geomorphologie, Böden, Vegetation) als auch humageographische Aspekte (Bevölkerung, Wirtschaft, Tourismus) im Mittelpunkt der Lehrveranstaltung. Dabei bildeten insbesondere die bis zu 2500m hohen Gebirgszüge den thematischen Hintergrund. Bei Wanderungen durch die Samaria- und die Kritsa-Schlucht, einem Besuch der Sfendoni-Höhle und einem Stopp am Kournas-See, dem einzigen stehenden Süßgewässer Kretas, konnten die Teilnehmer/innen ihr Geo-Know-How anwenden und erweitern. Im zweiten Teil der Veranstaltung erfolgte ein Geländepraktikum in Ostkreta (Dikti Gebirge), wobei sedimentverfüllte Karsthohlformen auf Grundlage neuster Methoden untersucht wurden. Die Befunde von terrestrischem Laserscanning, geophysikalischen Messverfahren und Bohrungen lieferten einen Beitrag zur Rekonstruktion der Landschaftsgeschichte Kretas und wurden in ein derzeitiges Forschungsprojekt des Geographischen Instituts eingebettet.

Exkursionsgruppe Kreta 2010

Exkursionsgruppe Kreta 2010

Nordküste Kretas

Blick auf die Nordküste Kretas

Karsthohlform bei Katharo

Sedimentaufschluss in einer Karsthohlform bei Katharo

Sfendoni-Höhle im Ida-Gebirge

Besuch der Sfendoni-Höhle im Ida-Gebirge

2010: Marokko

PD Dr. Oliver Sass im März 2010

Im Frühjahr 2010 würde von PD Oliver Sass eine große Exkursion nach Marokko angeboten. Zwei Wochen lang waren die Studierenden im Land der Gegensätze unterwegs und haben vom Atlas bis in die Sahara, von den Königs- und Oasenstädten bis in die kleinen Berberdörfer die Vielfalt der Landschaft und Kultur kennenlernen. Thematische Schwerpunkte waren die Hydrologie, das Klima und die menschliche Nutzung in Trockengebieten, die Geomorphologie des Hohen Atlas, die Kulturgeschichte sowie die orientalische Stadt.

Impressionen aus Marokko

oben v.l.n.r.: Hoher Atlas über Marrakech, Hamada (Steinwüste)
unten v.l.n.r.: Erg Chebbi, Straße der Kasbahs

2009: Mongolei

Prof. Dr. Lucas Menzel im August 2009

Wissenschaftler des Geographischen Institutes untersuchen in einem mehrjährigen Forschungsprojekt die hydrogeographischen und klimatischen Bedingungen der Mongolei. In diesem Zusammenhang fand im August 2009 eine große Exkursion mit physiogeographischem Schwerpunkt in die Mongolei statt. Die Studierenden lernten dabei verschiedene Landschaftsräume dieses kalten und trockenen Landes kennen und erhielten einen Eindruck von den weiten Grassteppen Zentralasiens. Neben allgemeinen Informationen zur Landeskunde, zum Klima, den Böden u.a. wurden aktuelle Probleme des Landes vermittelt, z.B. die Umweltauswirkungen des Erzbergbaus, die Luftverschmutzung in den Städten oder die Übernutzung der knappen Wasserressourcen. Die Exkursion schloss auch hydrologische und geländeklimatologische Geländeübungen ein. Daneben gab es vielfältige Begegnungen mit den Menschen und den kulturellen Eigenheiten des Landes, das nach wie vor stark durch Nomadismus geprägt wird.

Impressionen aus der Mongolei

Geländeübungen im Terelj-Nationalpark, Wanderung in der Steppe

Impressionen aus der Mongolei

Exkursionsgruppe Mongolei 2009

Impressionen der Mongolei

Unterwegs im Terelj-Nationalpark

2009: Kapverden

Leitung: Dipl.-Geol. Gerd Schukraft (Leiter des Labors für Geomorphologie und Geoökologie der Universität Heidelberg) und Prof. Alexander Siegmund (Pädagogische Hochschule Heidelberg) im März 200

Die gemeinsame Exkursion der PH und der Universität organisierten der Leiter des Labors für Geomorphologie und Geoökologie der Universität Heidelberg, Gerd Schukraft, und Prof. Alexander Siegmund (PH), der seit mehr als einem Jahrzehnt auf den kapverdischen Inseln forscht. Gemeinsam hatten sie die Teilnehmer der Exkursion in einem Hauptseminar intensiv vorbereitet. Eine heterogene Gruppe aus Lehramtskandidaten und Diplomstudenten der Uni sowie PH-Studenten für Sonderschulpädagogik, Realschule und Grundschule beschnupperte sich unter dem Semester noch auffallend skeptisch – gerade diese Mischung aber erwies sich vor Ort von Anfang an als absolute Bereicherung.

Impressionen aus Kapverden

Pico de Fogo

Neben Klimamessungen, vegetationskundlichen und geomorphologischen Kartierungen führte Gerd Schukraft mit den Teilnehmern verschiedene bodenphysikalische Untersuchungen mit Luftpyknometer und Doppelringinfiltrometer durch. Unbestrittener Höhepunkt für viele war allerdings die Tour auf den Gipfel des Pico de Fogo, eines bilderbuchartigen Vulkankegels in einem Kessel, der von Forschern wechselnd als Caldera und als Bergsturzrückstand angesprochen wird.
Bei den Forschungsarbeiten mit seinem Team untersucht Prof. Siegmund unter anderem, wie jüngere Klimaveränderungen und die derzeitige Nutzung das semi-aride Insel-Ökosystem der Kapverden beeinflussen – etwa, wo die landwirtschaftlichen Nutzflächen von Erosion oder Desertifikation bedroht oder betroffen sind. Sie analysieren Satellitenbilder und kombinieren diese mit Klimadaten und den Ergebnissen bodenökologischer Untersuchungen in einem umfangreichen Geoinformationssystem.

Impressionen aus Kapverden

oben v.l.n.r.: Blick vom Pico de Fogo auf Passatwolken, Unterricht auf Fogo
unten v.l.n.r.: Santa Maria Sal, Bewässerungsversuche mit Doppelringinfiltrometer

Auch die Frage, wie Tourismus, Bevölkerungsentwicklung oder der hohe Anteil von Emigranten und die Intensität landwirtschaftlicher Nutzung die Verwundbarkeit („Vulnerabilität“) der Kapverden angesichts solcher Umweltveränderungen beeinflussen, treibt sie um. Auf dieser Grundlage sollen eine nachhaltige Raumplanung (z.B. beim Ausbau von Ökotourismus) entwickelt und landwirtschaftliche Nutzungskonzepte optimiert werden - dazu steht die Arbeitsgruppe auch immer wieder im Austausch mit der Regierung der Kapverden und Organisationen der Entwicklungszusammenarbeit.

Weitere Informationen:

2008: Alpen

Leitung: PD Dr. Hans-Jörg Barth im Oktober 2008

Wie schon mehrere Jahre zuvor, fand auch im Oktober 2008 eine 14-tägige Exkursion in die von den meisten Studierenden wohlbekannte, aber dennoch immer wieder neu faszinierende Alpenregion statt. Unter der Leitung von PD Dr. Hans-Jörg Barth begann die große Exkursion mit 17 Studieren den und zwei Kleinbussen in Kempten. Nach einem stadtgeographischen Überblick ging es zum Hohen Ifen und über das Gottesackerplateau, wo die Spuren der Verkarstung bewundert wurden. Danach fuhr die Gruppe zum Lechfall und mit einem kurzen Stopp im Skiort Sölden weiter ins Unizentrum Obergurgel (Ötztal, Österreich). Bei mehreren Wanderungen in diesem Gebiet wurden Themen zur Geologie, Mineralogie, Vegetation, Glaziologie, aber auch zum Skitourismus besprochen. Am Granatkogel gab es ferner die Möglichkeit, seine Sammlung um einzelne Granate und Granatperidotite zu erweitern und einen kleinen Gletscher zu bewundern.
Im Anschluss führte die Reise weiter in das Oberengadin in die Schweiz. Highlights waren hierbei die Hüttenübernachtung in der Diavolezza-Hütte (unterhalb des Piz Palü) in knapp 3000 m Höhe und insbesondere der Abstieg über den Morteratschgletscher, der von einem lokalen Bergführer begleitet wurde. Nach einem Abstecher in St. Moritz folgte eine zweitägige Wanderung im Corvatsch Ski- und Wandergebiet (südliches Engadin), wonach schließlich die Fahrt nach Italien angetreten wurde. Nachdem die schöne Aussicht während der vorangegangenen Tage auch hin und wieder von Nebel, Schnee und Regen getrübt war, freute sich die Truppe umso mehr, das milde Klima am Gardasee zu genießen. Während die verkehrsgeographischen Aspekte im learning-by-doing-Verfahren abgehandelt wurden, gab es ferner auch theoretische Ausführungen zur Geomorphologie, Geologie und Genese des Sees.
Die letzte Station der Exkursion führte die Gruppe in die Dolomiten, wo eine abenteuerliche Wanderung im Schneesturm in der Lavarellahütte (Naturpark Fanes-Sennes-Prags) ihr Ende fand. Nach einer letzten Hüttenübernachtung und dem Abstieg in einer sonnigen Schneelandschaft wurde schließlich der Rückweg nach Heidelberg angetreten.

Impressionen aus den Alpen

links: Morteratschgletscher, rechts: Blick auf den Piz Palü

Exkursionsgruppe

Exkursionsgruppe

2006: La Réunion

Leitung: Prof. Dr. Bernhard Eitel im September 2006

Impressionen aus Le Réunion

Blick in den Cirque de Mafate

Thematisch standen sowohl physiogeographische Inhalte, wie Geomorphologie, Bodengeographie, Klimatologie und Vegetationskunde, als auch anthropogeographische Charakteristika, wie Siedlungsgeschichte, Bevölkerungsstruktur, Landwirtschaft oder Tourismus im Mittelpunkt.
Die Reiseroute führte von St. Denis, der Inselhauptstadt, zunächst durch den nördlichen Teil von La Réunion, wobei unter anderem die Küstenorte, der Cirque de Mafate und der Cirque de Salazie auf dem Programm standen.

Zweiter Hauptstandort war Le Baril, von wo aus der südwestliche und südöstliche Küstenabschnitt angesteuert werden konnte. Schließlich verweilte die Gruppe auf der Plaine des Cafres, einer Hochebene im zentralen Bereich des Eilands. Insbesondere die spektakuläre Besteigung des derzeitig aktiven Vulkans Piton de la Fournaise dürfte allen Exkursionsteilnehmern zweifellos in besonderer Erinnerung bleiben. Zum Ende des zweiwöchigen Aufenthalts fand man sich schließlich wieder in St. Denis ein, von wo aus die Heimreise angetreten wurde.

Impressionen aus Le Réunion

Blick in den Cirque de Mafate

Impressionen aus Le Réunion

Exkursionsgruppe La Réunion 2006

Impressionen aus Le Réunion

links: Korallenriffküste bei St. Gilles les Bains; rechts: Piton de la Fournaise

Impressionen aus Le Réunion

Blick in den Cirque de Mafate

Impressionen aus Le Réunion

Exkursionsgruppe La Réunion 2006

Weitere Informationen: Abschlussbericht

Editor: Webmaster Team
Latest Revision: 2015-11-30
zum Seitenanfang/up