Exkursionen

Große Exkursionen

Exkursion Kreta im Mai 2010

Leitung: Prof. Dr. Olaf Bubenzer, Dr. Christoph Siart

Kreta, die größte aller griechischen Inseln, war Ziel einer großen Exkursion von Heidelberger Studierenden im Mai 2010. Inhaltlich standen sowohl physisch-geographische (Geomorphologie, Böden, Vegetation) als auch humageographische Aspekte (Bevölkerung, Wirtschaft, Tourismus) im Mittelpunkt der Lehrveranstaltung. Dabei bildeten insbesondere die bis zu 2500m hohen Gebirgszüge den thematischen Hintergrund. Bei Wanderungen durch die Samaria- und die Kritsa-Schlucht, einem Besuch der Sfendoni-Höhle und einem Stopp am Kournas-See, dem einzigen stehenden Süßgewässer Kretas, konnten die Teilnehmer/innen ihr Geo-Know-How anwenden und erweitern. Im zweiten Teil der Veranstaltung erfolgte ein Geländepraktikum in Ostkreta (Dikti Gebirge), wobei sedimentverfüllte Karsthohlformen auf Grundlage neuster Methoden untersucht wurden. Die Befunde von terrestrischem Laserscanning, geophysikalischen Messverfahren und Bohrungen lieferten einen Beitrag zur Rekonstruktion der Landschaftsgeschichte Kretas und wurden in ein derzeitiges Forschungsprojekt des Geographischen Instituts eingebettet.

Exkursionsgruppe

Exkursionsgruppe Kreta 2010

Nordküste Kretas

Blick auf die Nordküste Kretas

Karsthohlform bei Katharo

Sedimentaufschluss in einer Karsthohlform bei Katharo

Sfendoni-Höhle im Ida-Gebirge

Besuch der Sfendoni-Höhle im Ida-Gebirge

Exkursion Marokko im März 2010

Leitung: PD Dr. Oliver Sass

Im Frühjahr 2010 würde von PD Oliver Sass eine große Exkursion nach Marokko angeboten. Zwei Wochen lang waren die Studierenden im Land der Gegensätze unterwegs und haben vom Atlas bis in die Sahara, von den Königs- und Oasenstädten bis in die kleinen Berberdörfer die Vielfalt der Landschaft und Kultur kennenlernen. Thematische Schwerpunkte waren die Hydrologie, das Klima und die menschliche Nutzung in Trockengebieten, die Geomorphologie des Hohen Atlas, die Kulturgeschichte sowie die orientalische Stadt.

Impressionen aus Marokko

oben v.l.n.r.: Hoher Atlas über Marrakech, Hamada (Steinwüste)
unten v.l.n.r.: Erg Chebbi, Straße der Kasbahs

Exkursion Mongolei im August 2009

Leitung: Prof. Dr. Lucas Menzel

Wissenschaftler des Geographischen Institutes untersuchen in einem mehrjährigen Forschungsprojekt die hydrogeographischen und klimatischen Bedingungen der Mongolei. In diesem Zusammenhang fand im August 2009 eine große Exkursion mit physiogeographischem Schwerpunkt in die Mongolei statt. Die Studierenden lernten dabei verschiedene Landschaftsräume dieses kalten und trockenen Landes kennen und erhielten einen Eindruck von den weiten Grassteppen Zentralasiens. Neben allgemeinen Informationen zur Landeskunde, zum Klima, den Böden u.a. wurden aktuelle Probleme des Landes vermittelt, z.B. die Umweltauswirkungen des Erzbergbaus, die Luftverschmutzung in den Städten oder die Übernutzung der knappen Wasserressourcen. Die Exkursion schloss auch hydrologische und geländeklimatologische Geländeübungen ein. Daneben gab es vielfältige Begegnungen mit den Menschen und den kulturellen Eigenheiten des Landes, das nach wie vor stark durch Nomadismus geprägt wird.

Impressionen aus der Mongolei Impressionen aus der Mongolei Impressionen aus der Mongolei

oben: Geländeübungen im Terelj-Nationalpark, Wanderung in der Steppe,
Mitte: Exkursionsgruppe Mongolei 2009,
unten: Unterwegs im Terelj-Nationalpark

Exkursion Kapverden im März 2009

Leitung: Dipl.-Geol. Gerd Schukraft (Leiter des Labors für Geomorphologie und Geoökologie der Universität Heidelberg) und Prof. Alexander Siegmund (Pädagogische Hochschule Heidelberg)

Die gemeinsame Exkursion der PH und der Universität organisierten der Leiter des Labors für Geomorphologie und Geoökologie der Universität Heidelberg, Gerd Schukraft, und Prof. Alexander Siegmund (PH), der seit mehr als einem Jahrzehnt auf den kapverdischen Inseln forscht. Gemeinsam hatten sie die Teilnehmer der Exkursion in einem Hauptseminar intensiv vorbereitet. Eine heterogene Gruppe aus Lehramtskandidaten und Diplomstudenten der Uni sowie PH-Studenten für Sonderschulpädagogik, Realschule und Grundschule beschnupperte sich unter dem Semester noch auffallend skeptisch – gerade diese Mischung aber erwies sich vor Ort von Anfang an als absolute Bereicherung.

Impressionen aus Kapverden

Pico de Fogo

Neben Klimamessungen, vegetationskundlichen und geomorphologischen Kartierungen führte Gerd Schukraft mit den Teilnehmern verschiedene bodenphysikalische Untersuchungen mit Luftpyknometer und Doppelringinfiltrometer durch. Unbestrittener Höhepunkt für viele war allerdings die Tour auf den Gipfel des Pico de Fogo, eines bilderbuchartigen Vulkankegels in einem Kessel, der von Forschern wechselnd als Caldera und als Bergsturzrückstand angesprochen wird.
Bei den Forschungsarbeiten mit seinem Team untersucht Prof. Siegmund unter anderem, wie jüngere Klimaveränderungen und die derzeitige Nutzung das semi-aride Insel-Ökosystem der Kapverden beeinflussen – etwa, wo die landwirtschaftlichen Nutzflächen von Erosion oder Desertifikation bedroht oder betroffen sind. Sie analysieren Satellitenbilder und kombinieren diese mit Klimadaten und den Ergebnissen bodenökologischer Untersuchungen in einem umfangreichen Geoinformationssystem. Auch die Frage, wie Tourismus, Bevölkerungsentwicklung oder der hohe Anteil von Emigranten und die Intensität landwirtschaftlicher Nutzung die Verwundbarkeit („Vulnerabilität“) der Kapverden angesichts solcher Umweltveränderungen beeinflussen, treibt sie um. Auf dieser Grundlage sollen eine nachhaltige Raumplanung (z.B. beim Ausbau von Ökotourismus) entwickelt und landwirtschaftliche Nutzungskonzepte optimiert werden - dazu steht die Arbeitsgruppe auch immer wieder im Austausch mit der Regierung der Kapverden und Organisationen der Entwicklungszusammenarbeit.

Impressionen aus Kapverden

oben v.l.n.r.: Blick vom Pico de Fogo auf Passatwolken, Unterricht auf Fogo
unten v.l.n.r.: Santa Maria Sal, Bewässerungsversuche mit Doppelringinfiltrometer

Weitere Informationen:

Exkursion in die Alpen im Oktober 2008

Leitung: PD Dr. Hans-Jörg Barth

Wie schon mehrere Jahre zuvor, fand auch im Oktober 2008 eine 14-tägige Exkursion in die von den meisten Studierenden wohlbekannte, aber dennoch immer wieder neu faszinierende Alpenregion statt. Unter der Leitung von PD Dr. Hans-Jörg Barth begann die große Exkursion mit 17 Studieren den und zwei Kleinbussen in Kempten. Nach einem stadtgeographischen Überblick ging es zum Hohen Ifen und über das Gottesackerplateau, wo die Spuren der Verkarstung bewundert wurden. Danach fuhr die Gruppe zum Lechfall und mit einem kurzen Stopp im Skiort Sölden weiter ins Unizentrum Obergurgel (Ötztal, Österreich). Bei mehreren Wanderungen in diesem Gebiet wurden Themen zur Geologie, Mineralogie, Vegetation, Glaziologie, aber auch zum Skitourismus besprochen. Am Granatkogel gab es ferner die Möglichkeit, seine Sammlung um einzelne Granate und Granatperidotite zu erweitern und einen kleinen Gletscher zu bewundern.
Im Anschluss führte die Reise weiter in das Oberengadin in die Schweiz. Highlights waren hierbei die Hüttenübernachtung in der Diavolezza-Hütte (unterhalb des Piz Palü) in knapp 3000 m Höhe und insbesondere der Abstieg über den Morteratschgletscher, der von einem lokalen Bergführer begleitet wurde. Nach einem Abstecher in St. Moritz folgte eine zweitägige Wanderung im Corvatsch Ski- und Wandergebiet (südliches Engadin), wonach schließlich die Fahrt nach Italien angetreten wurde. Nachdem die schöne Aussicht während der vorangegangenen Tage auch hin und wieder von Nebel, Schnee und Regen getrübt war, freute sich die Truppe umso mehr, das milde Klima am Gardasee zu genießen. Während die verkehrsgeographischen Aspekte im learning-by-doing-Verfahren abgehandelt wurden, gab es ferner auch theoretische Ausführungen zur Geomorphologie, Geologie und Genese des Sees.
Die letzte Station der Exkursion führte die Gruppe in die Dolomiten, wo eine abenteuerliche Wanderung im Schneesturm in der Lavarellahütte (Naturpark Fanes-Sennes-Prags) ihr Ende fand. Nach einer letzten Hüttenübernachtung und dem Abstieg in einer sonnigen Schneelandschaft wurde schließlich der Rückweg nach Heidelberg angetreten.

Impressionen aus den Alpen Exkursionsgruppe

o. l.: Morteratschgletscher, o. r.: Blick auf den Piz Palü, unten: Exkursionsgruppe

Exkursion nach La Réunion im September 2006

Leitung: Prof. Dr. Bernhard Eitel

Impressionen aus Le Réunion

Blick in den Cirque de Mafate

Thematisch standen sowohl physiogeographische Inhalte, wie Geomorphologie, Bodengeographie, Klimatologie und Vegetationskunde, als auch anthropogeographische Charakteristika, wie Siedlungsgeschichte, Bevölkerungsstruktur, Landwirtschaft oder Tourismus im Mittelpunkt.
Die Reiseroute führte von St. Denis, der Inselhauptstadt, zunächst durch den nördlichen Teil von La Réunion, wobei unter anderem die Küstenorte, der Cirque de Mafate und der Cirque de Salazie auf dem Programm standen. Zweiter Hauptstandort war Le Baril, von wo aus der südwestliche und südöstliche Küstenabschnitt angesteuert werden konnte. Schließlich verweilte die Gruppe auf der Plaine des Cafres, einer Hochebene im zentralen Bereich des Eilands. Insbesondere die spektakuläre Besteigung des derzeitig aktiven Vulkans Piton de la Fournaise dürfte allen Exkursionsteilnehmern zweifellos in besonderer Erinnerung bleiben. Zum Ende des zweiwöchigen Aufenthalts fand man sich schließlich wieder in St. Denis ein, von wo aus die Heimreise angetreten wurde.

Impressionen aus Le Réunion

links: Korallenriffküste bei St. Gilles les Bains; rechts: Piton de la Fournaise

Impressionen aus Le Réunion

Plaine des Cafres

Impressionen aus Le Réunion

Exkursionsgruppe La Réunion 2006

Weitere Informationen: Abschlussbericht 

Mittlere und Kleine Exkursionen

Exkursion „Leinetal – Göttinger Wald – Harzvorland – Harz“

Leitung: Prof. Dr. Olaf Bubenzer

Einmal im Jahr führt eine mehrtägige Exkursion in das südliche Niedersachsen. Entlang eines West-Ost-Transektes wird die Landschafts- genese der Region unter geomorphologisch-bodenkundlichen und vegetationsgeographischen Aspekten einschließlich anthropogener Einflüsse exemplarisch vorgestellt. Unter anderem werden folgende Themen behandelt: Geologische Entwicklung (Gesteine, Tektonik, Grund- und Deckgebirge), morphologischer Formenschatz und Genese (Talentwicklung, Schichtstufen, Rumpfflachen, Karst), Wald- und Auenökologie, Bodentypen.

Impressionen von der Exkursion

Exkursion „Leinetal – Göttinger Wald – Harzvorland – Harz“ im Juli 2009

Exkursion Südwestdeutschland

Leitung: Prof. Dr. Olaf Bubenzer, Dr. Stefan Hecht, Dipl.-Geogr. Ingmar Holzhauer

Die 3-tägige Südwestdeutschland-Exkursion wird regelmäßig im Winter- und Sommersemester angeboten. Sie dient der Einführung von Studierenden in die Landschaftsgeschichte von Südwestdeutschland und dem Verständnis der grundlegenden geologisch-geomorphologischen Zusammenhänge, die zur rezenten Ausformung der Landschaft geführt haben. Darüber hinaus finden Aspekte menschlichen Handelns in der Landschaft und ihre Zeugnisse Beachtung. Die Exkursionsrouten führen die Teilnehmer durch den Bergsträßer Odenwald, den Oberrheingraben, den Nordschwarzwald und den Kraichgau/Kleiner Odenwald.

Exkursion Falkensteiner Höhle im Dezember 2009 / Februar 2011
(Schwäbische Alb)

Leitung: Dr. Thomas Sterr

Die Falkensteiner Höhle gehört mit einer erforschten Gesamtlänge von mehr als 4 km zu den längsten Höhlen der Schwäbischen Alb. Es handelt sich um eine Höhle auf dem Niveau des heutigen Karstwasserspiegels, in der sich Kalklösung und Kalkablagerung sowohl räumlich als auch zeitlich abwechseln. Auf der eintägigen Exkursion thematisieren die Exkursionsteilnehmer daher verschiedene Phasen der Höhlenentwicklung von der (chemischen) Kalklösung und (mechanischen) Erosion bis hin zu Lehmablagerungen, Kalksinterbildungen und Versturz. Als Gruppe von maximal 15 Personen befahren wir die Höhle in Nasstauchanzügen bis zu einer Tiefe von maximal 2,2 km, wo zwei aufeinander folgende Siphonstrecken dem weiteren Vorankommen im Rahmen einer Exkursion eine fixe Grenze setzen. Die Höhlenbefahrung bis zur sog. „Bänischhalle“ nimmt (hin und zurück) für gewöhnlich ca. 8-10 Stunden in Anspruch und besticht neben der teilweise musterhaften Offenbarung verschiedenartigster karstmorphologischer Phänomene auch durch ihre „sportliche Anlage“.

Impressionen von der Exkursion

Bilder oben: Parkplatz Elsachwiesen, Erster Siphon;
Bilder unten: Seengang, Krokodil, Großer Wasserfall, Lehmwände

Exkursion Wasser und Karst im Juni 2009 / Juni 2010 / Juli 2011
(Schwäbische Alb)

Leitung: Dr. Thomas Sterr / Dr. Helmut Lehn

Die viertägige Wasser- & Karst Exkursion fokussiert insbesondere auf die Verkarstungsprozesse der südwestdeutschen Schichtstufenlandschaft und die damit verbundene Ausgestaltung der (Fern)-Wasserversorgung in Baden-Württemberg. Traditionelle Bestandteile des „Wasserteils“ waren bislang stets Besuche des Egauwasserwerkes in Dischingen (Karstquelle Buchbrunnen) sowie des Wasserwerks Langenau (Grundwasserextraktion aus dem Donauried). Der karstmorphologische Teil der Exkursion fokussiert auf oberflächlich sichtbare Zeugnisse von Verkarstungsprozessen (Schichtstufenbildung, Quellhorizonte, Flussschwinden, Trockentäler, Dolinenfelder, Kalktuffbarrieren, Bergrutsche, Bergstürze …) sowie auf den unterirdischen Karstformenschatz, wobei jedes Mal mindestens zwei unbeleuchtete Höhlen unterschiedlichen Typs befahren werden. Heimstatt der maximal 18-20 Exkursionsteilnehmer bildet hierbei eine Selbstversorgerhütte auf der Schwäbischen Alb, wo die gesammelten Erkenntnisse, Erfahrungen und Erlebnisse abends je nach Wetterlage am Grillfeuer oder im Gemeinschaftsraum nochmals Revue passieren.

Impressionen aus dem Odenwald Impressionen aus dem Odenwald Impressionen aus dem Odenwald Impressionen aus dem Odenwald

1. Reihe links: LWV Langenau, Erlebniswelt Grundwasser; rechts: Gütersteiner Wasserfälle;
2. Reihe links: Erfolgreiche Durchquerung Gustav-Jakobs-Höhle; rechts: Falkensteiner Höhle bei Hochwasser;
3. Reihe: Vorbereitung und Durchführung der Befahrung Falkensteiner Höhle (erfolgt im Rahmen dieses für jedermann geeigneten Exkursionsdesigns maximal bis zum Ersten Siphon);
4. Reihe: Abendliche Ausklänge Gedächtnishütte des DAV

Speläologie-Exkursion im Oktober 2010 / Juli 2011
(Schwäbische Alb)

Leitung: Dr. Thomas Sterr

Die insgesamt viertägige Speläologie-Exkursion baut auf dem karstmorphologischen Teil der „Wasser- & Karst-Exkursion“ auf, vertieft diesen jedoch wesentlich (Referatekonzept), und geht in ihren technischen und konditionellen Ansprüchen wesentlich über das mit Exkursionen gewöhnlich verbundene Leistungsvermögen hinaus. Die charakteristischen Elemente dieser Art von Exkursion werden von zwei jeweils ganztägigen Höhlenbefahrungen sowie einem dazwischenliegenden Seminartag bestimmt. Zum Exkursionsprogramm gehört hierbei die Befahrung der ständig wasserführenden Falkensteiner Höhle auf eine Länge von 2,2 km (= Speläo-Exkursion Falkensteiner Höhle). Falls ein zu hoher Wasserstand das Passieren des Zweiten Siphons verhindert, wird das Exkursionsprogramm an vergleichbarer Stelle vertieft. Den zweiten, ebenfalls ca. 10 Stunden in Anspruch nehmenden Höhepunkt dieser Speläologie-Exkursion bildet die eingehende Erkundung des Todsburger Schachtes mit einer Konzentration auf das Mittlere Höhlenstockwerk. Den einzigen Zugang zu diesem 45m bis 5m unter Eingangsniveau befindlichen Labyrinth aus verschiedenen Hallen und Gängen bildet der insgesamt 32m tiefe Schacht I. Ein Schachtabstieg ist hier nur auf Basis eingehender technischer Vorkenntnisse verantwortbar, weshalb die Exkursion mit einem technischen Übungstag beginnt, an dem die Exkursionsteilnehmer in den sicheren Umgang mit institutseigenen Spezialgeräten für den sicheren Ab- und Aufstieg am Seil eingeführt werden.

Impressionen von der Exkursion

1. Reihe links: Seminartag Gedächtnishütte des DAV; rechts: Siebenschläfer;
2. Reihe Mitte: Abseilübung Schriesheimer Steinbruch; rechts: Durchquerung Erster Siphon Falkensteiner Höhle;
2. und 3. Reihe links: Abstieg Schacht I (32m) im Todsburger Schacht; Mitte: Todsburger Höhle, Hinterer Teil; rechts: Tropfsteinlabyrinth im Todsburger Schacht

Exkursion Odenwald im März 2009

Leitung: Dr. Bertil Mächtle, Dipl.-Geogr. Arne Egger

Die zweitägige Exkursion „Odenwald“ führt die Teilnehmer durch die Stratigraphie Südwestdeutschlands, beginnend im Grundgebirge über die Schieferzüge des Vorderen Odenwaldes bis in den Buntsandstein und Muschelkalk. Dabei wird auf landschaftsprägende Ereignisse (variskische Gebirgsbildung, Einbruch des Oberrheingrabens, tertiärer Vulkanismus) ebenso eingegangen wie auf die Flussgeschichte des Neckars sowie pleistozäne Bildungen wie Felsenmeere und die Lössbedeckung der Gäuflächen. Die naturräumliche Benachteiligung des Odenwalds wird anhand der Besiedlungsgeschichte reflektiert. Eine Bergwerksbesichtigung und der Besuch des Fundortes des Homo Heidelbergensis runden die Exkursionstage ab. Eine Erweiterung der Exkursion um einen weiteren Tag (Keuperbergland) ist in Vorbereitung.

Impressionen aus dem Odenwald

oben v.l.n.r.: Hollmut (Umlaufberg des Neckars) und Wolfsschlucht
unten v.l.n.r.: aus dem Besucherbergwerk Schriesheim und Wolfsschlucht

Geländearbeiten/Geländepraktika

„Aktivitäten der historischen Bevölkerung und ihre natürliche Umgebung entlang der Seidenstraße (Turpan, Xinjiang) – Theorie, Methoden und Praxis“

Deutsch-chinesische Sommerschule im September 2009

Vom 7. bis 20. September 2009 fand in Turpan im Uigurischen Autonomen Gebiet Xinjiang (VR China) die deutsch-chinesische Summerschool zum Umweltwandel an der Seidenstraße statt. Gemeinsam mit Kollegen von der Chinesischen Akademie der Wissenschaften, der Academia Turfanica sowie der Universität zu Köln wurden Studenten und Nachwuchs- wissenschaftler in Theorie und Praxis geomorphologischer und geoarchäologischer Arbeitsweisen eingeführt.
20 deutsche und 20 chinesische Teilnehmer führten dabei in Jiaohe und Gaochang – zwei bekannten Ausgrabungsstätten an der alten Seidenstraße – sowie am Aiding See, dem tiefsten inländischen Punkt der Erde, gemeinsam Untersuchungen durch. Finanziert wurde die Sommerschule vom Chinesisch-Deutschen Zentrum für Wissenschafts- förderung der Deutschen Forschungsgemeinschaft und der National Natural Science Foundation of China. Die Zusammenarbeit soll schon 2010 in einer internationalen Konferenz und einem groß angelegten Forschungsprojekt fortgesetzt werden. Dabei wollen deutsche Geographen unter Leitung von Prof. Dr. Olaf Bubenzer (Heidelberg) mit chinesischen Paläobotanikern und Archäologen zusammenarbeiten. Prof. Bubenzer wird dazu mit Prof. Dr. Cheng-Sen Li (Institute of Botany, Chinesische Akademie der Wissenschaften, Beijing) und Prof. Dr. Xiao Li (Academia Turfanica, Turfan) kooperieren.

Impressionen von der Summerschool

o. l.: Gaochang: Auf dem Bild ist im Hintergrund eine Moschee der angrenzenden aktuellen Oasensiedlung zu sehen,
o. r.: Rammkernsondierung am Aiding See, unten: Die Teilnehmer der deutsch-chinesischen Sommerschule 2009

Weitere Informationen:

Geländepraktikum „Physische Geographie“

Leitung: Dr. Annette Kadereit, Dr. Stefan Hecht, Dipl.-Geol. Gerd Schukraft, Dipl.-Geogr. Tim Frese, Dipl.-Geogr. Ingmar Holzhauer, Dipl.-Geogr. Antonia Koch, Dipl.-Geogr. Markus Forbriger

Die Geländepraktika Physische Geographie werden regelmäßig im Winter- und im Sommersemester in Form von mehrtägigen Blockveranstaltungen angeboten.
Die Veranstaltung führt in die Geländemethoden der physischen Geographie ein. In Kleingruppen werden im tagesweisen Wechsel bestimmte Methoden von den Betreuern vorgestellt und anschließend im Gelände praktisch von den Studierenden angewendet. In erster Linie sollen Kompetenzen in der bodenkundlichen Ansprache im Gelände erlangt werden; jeder Geograph muss einmal ein Bodenprofil gesehen und untersucht haben! Weitere Methoden sind u.a. die Geoelektrik, Geländevermessung, Refraktionsseismik und Rammkernsondierung mit Kernansprache.

Impressionen von der Exkursion

Geländeaufnahme mit der Totalstation, Ansprache eines Bodenprofils

Nachdem die Arbeiten durchgeführt worden sind, erfolgt die Synthese der Resultate. Ziel ist es, durch den Vergleich der Ergebnisse der verschieden Methoden einen Eindruck und eine Interpretation der Landschafts- geschichte des Untersuchungsgebietes zu erhalten. Der wichtigste Erkenntnisgewinn für die Studierenden liegt in der Fähigkeit, (Mess)Ergebnisse der verschiedenen Methoden zu einer geographischen Synthese zu bringen und auf die räumliche und zeitliche Ebene zu übertragen.
Die Geländepraktika finden in der näheren Umgebung – Handschuhsheim, Sandhausen, Nordschwarzwald – statt, führen aber auch ins europäische Ausland: jedes Jahr fährt eine Gruppe zur Geländearbeit in die Slowakei, und für 2010 ist ein Aufenthalt auf Kreta geplant. Genaueres ist im KVV zu erfahren.

Impressionen von der Exkursion

Gemeinsames Arbeiten an der Profilgrube, Vermessung mit dem DGPS

 

Seitenbearbeiter: Webmaster-Team
Letzte Änderung: 12.04.2011
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