Terrestrisches Laserscanning
Ausstattung
- Terrestrischer Laserscanner (Riegl VZ 400)
- Aufbau mit Spiegelreflexkamera (Nikon D200 – 10mm Weitwinkelobjektiv)
- Panasonic Toughbook zur Aufnahme im Gelände (CF F8)
- RiScan-Software
- GIS- und Fernerkundungssoftware (ArcGIS etc.)
- DGPS (Magellan, Thales)
- TotalStation (Leica TPS 700)
- Autonome Energieversorgung für mindestens einen vollständigen Messtag (ergänzt durch Energieversorgung per Generator)
- Fahrzeuge
Laufende Projekte und Forschungsvorhaben
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Multiskalige Aufnahme und Dokumentation des Jüdischen Friedhofs in Worms
Der Alte Jüdische Friedhof in Worms zählt zu den ältesten erhaltenen seiner Art in ganz Europa. Wichtige Rabiner der so genannten SchUM-Gemeinden (Speyer, Worms und Mainz) wurden hier beigesetzt. Insgesamt befinden sich auf dem Friedhofsareal weit über 1000 Grabsteine, überwiegend aus Buntsandstein, die immer mehr starker Verwitterung ausgesetzt sind. Um die Inschriften und die Grabsteine als solches möglichst schnell sowie umfassend zu dokumentieren und somit für die Nachwelt zu erhalten wurde ein interdisziplinäres Kooperationsprojekt unter Beteiligung von Judaisten, Archäologen, Informatikern und Geographen ins Leben gerufen. Bedingt durch einen fortgeschrittenen Verwitterungsgrad sind jene Inschriften mit bloßem Auge nicht mehr erkenn- und erfassbar, können jedoch über spezielle Algorithmen wieder sichtbar gemacht werden (IWR-Heidelberg; S. Krömker, H. Mara). Gerade die Verknüpfung von TLS-Aufnahmen im Sub-Millimeterbereich mit Streifenlicht-Nahbereichscans eröffnet der Wissenschaft dabei neue ungeahnte Möglichkeiten. Geometrische Formen und Gravuren lassen sich detailliert auflösen – ein mit herkömmlichen Methoden nicht zu bewerkstelligende Aufgabe. Experten des Salomon Ludwig Steinheim-Institut für deutsch-jüdische Geschichte an der Universität Duisburg-Essen können so bisher nicht identifizierbare Teile der Inschriften lesen und so wichtige Informationen erhalten. Aufgabe der Geographie ist die Erfassung und Vermessung des jüdischen Friedhofs mitsamt seinem näheren Umfeld unter Berücksichtigung lokaler geomorphologischer Aspekte. Analysen mit geographischen Informationssystemen sollen Aufschluss über die topographischen Bedingungen geben und eine abschließende digitale Visualisierung des Areals ermöglichen. Über die Verknüpfung der hochauflösenden Detailscans mit den mesoskaligen TLS-Geländescans wird ein internetfähiges 3D-Modell des Friedhofs erarbeitet. Die Inschriften der wichtigsten Grabsteine sollen in einem Informationssystem sowohl der globalen jüdischen Gemeinde als auch Interessierten zur Verfügung gestellt werden.
- Friedhof Heiliger Sand: Rätsel aus der jüdischen Vergangenheit. Spiegel Online berichtet in einer Fotostrecke über gemeinsame Arbeiten des Geographischen Instituts und dem Interdisziplinären Zentrum für Wissenschaftliches Rechnen der Uni Heidelberg auf dem Jüdischen Friedhof in Worms.
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Dokumentation des Erhaltungszustandes der Burgruine Junkernwaldsköpfchen (Alte Burg), Alken
Die Überreste der Burg auf dem Junkernwaldsköpfchen liegen in geringer Entfernung zur Burg Thurant im Alkener Bachtal (Oberfell an der Mosel). Die Burg stammt vermutlich aus dem ausgehenden 12. bis frühes 13. Jahrhundert und wurde, geschützt durch ihre beeindruckende Spornlage auf einem Bergrücken, vermutlich von mehreren Wallanlagen umgeben. Heute finden sich hier jedoch nur noch die Überreste des Fundamentes eines Bergfrieds sowie einige Mauerrelikte. Gerade Letztgenannte erfuhren in den vergangenen Jahren starke Beeinträchtigung durch Plünderung und Vandalismus, weshalb eine rasche Dokumentation notwendig ist. Eingebunden in den interdisziplinären Projektrahmen des Mittelalterkolloquiums (MAK - Transcultural Studies; Universität Heidelberg) und des Landesdenkmalamtes Rheinland-Pfalz wurden von geographischer Seite sowohl geoarchäologisch relevante Relikte als auch die großräumige geomorphologische und topographische Situation erfasst und mittels TLS aufgezeichnet. Die insgesamt 8 hochauflösenden Scans (6 Messpositionen) decken die noch erhaltenen Mauerreste und den nordwestlichen Teil des Bergsporns ab. Detailaufnahmen des Bergfrieds und größerer zusammenhängender Wandfragmente ermöglichen eine detaillierte Dokumentation für eventuelle zukünftige Restaurationsmaßnahmen und Unterschutzstellung.
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Entstehungsgeschichte des Felsenmeers in Miltenberg am Main
(Messkampagne April 2010; Ziel ist die erstmalige Dokumentation des Buntsandstein-Blockmeers mitsamt Untersuchung seiner morphologischen Charakteristika sowie die morphometrische Analyse der Felsblöcke) -
Karstmorphologisch-geoarchäologische Aufnahmen im Ida- und Diktigebirge auf Kreta, Griechenland
(Mai/ Juni 2010; Dokumentation des karstmorphologischen Formenschatzes, Erfassung archäologischer Relikte, GIS-Analyse und 3D-Visualisierung) -
Vegetationskundliche Aufnahmen im Bereich von hochandinen Mooren und Polylepiswäldern und Südperu
(August/ September 2010; erstmalige Erfassung der Vegetationseinheiten, Bestandserhebungen, morphometrische 3D-Analysen und Visualisierung)
- Dr. Susanne Krömker und Hubert Mara, Interdisziplinäres Zentrum für wissenschaftliches Rechnen, Visualisierung und Numerische Geometrie, Uni Heidelberg
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Dr. Markus Reindel, Kommission für Archäologie außereuropäischer Kulturen, Deutsches Archäologisches Institut, Bonn
Verbundprojekt Anden-Transekt - Dr. Mathieu Ghilardi, CEREGE: Centre Européen de Recherche et d’Enseignement des Géosciences de l’Environnement, Aix en Provence
- Dr. Martin Sauerbier, Institut für Denkmalpflege und Bauforschung, Eidgenössische Technische Hochschule Zürich (ETHZ), Schweiz
- Dipl. Ing. Pia Heberer, Generaldirektion Kulturelles Erbe, Rheinland-Pfalz
- Dipl.-Geol. Jochen Babist, Geopark Odenwald
- Dr. Georg Christ, Transcultural Studies, Universität Heidelberg
- Mittelalterkolloquium – Transcultural studies, Heidelberg University
- Prof. Dr. Diamantis Panagiotopoulos, Zentrum für Altertumswissenschaften – Institut für Klassische Archäologie, Universität Heidelberg
- Carsten Casselmann M.A., Zentrum für Altertumswissenschaften – Institut für Ur- und Frühgeschichte, Universität Heidelberg
- Freundeskreis Wolfsbrunnental, Heidelberg
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Letzte Änderung:
10.01.2011