Prof. Dr. Ulrike Gerhard
Ulrike Gerhard ist Professorin für die Geographie Nordamerikas am Geographischen Institut sowie am Heidelberg Center for American Studies (HCA) der Universität Heidelberg. Neben dem regionalen Schwerpunkt in Nordamerika stehen Fragen der Stadtgeographie im Mittelpunkt des Interesses. Zuvor war sie als Akademische Oberrätin an der Universität Würzburg tätig. Nach ihrem Studium der Geographie, Politikwissenschaft und Volkswirtschaftslehre an den Universitäten Marburg und Wilfried Laurier University, Waterloo, Kanada, promovierte sie in Marburg und zweitweise auch Edmonton, Kanada und habilitierte anschließend an der Universität Würzburg. Sie ist Sektionsleiterin der Gesellschaft für Kanada-Studien, Beisitzerin im Vorstand der Geographen an Deutschen Hochschulen (VGDH) sowie Sprecherin des AK Hochschullehre Geographie. Zudem ist sie Mitglied des Beirats der Zeitschrift für Kanada-Studien. Mit der neu geschaffenen Brückenprofessur zwischen Geographischen Institut und HCA strebt sie eine Stärkung des Nordamerikaschwerpunkts in der Geographie in Heidelberg sowie eine deutliche Positionierung der Geographie innerhalb der Nordamerikaforschung an. Drei Leitvorstellungen prägen ihre Konzeptionen zur Forschung, Lehre und Mitarbeit an der Universität Heidelberg: internationale Vernetzung, interdisziplinäre Kooperation und innovative Hochschullehre.
Forschungsinteressen
Die Forschungsinteressen liegen vornehmlich im Bereich der Stadtgeographie. Hierzu wurden Fragen der Global-City-Forschung, aktuellen Stadtentwicklung und -planung sowie Konsumenten- und Handelsforschung untersucht. Aktuelle Projekte analysieren die Räumlichkeit sozialer Ungleichheit in Städten sowie die diskursive Strukturierung urbaner Räume, hier vor allem aus interdisziplinärer Perspektive.
Lehre
Angestrebt wird eine innovative Hochschullehre, die den aktuellen Anforderungen der Studierenden entgegenkommt, aber auch forschungsleitende Fragestellungen verfolgt und ergänzt. Zudem soll ein Internetportal zur Vernetzung der Lehrenden aufgebaut werden. Die Schwerpunkte der Hochschullehre liegen im Bereich der Stadtgeographie, regionalen Geographie Nordamerikas sowie der qualitativen und quantitativen Sozialforschung.
Auswahl aktueller Veröffentlichungen
Gerhard, U. (2012): Reurbanisierung – Die Global City-Perspektive. In: Brake, K. / Herfert, G. (Hg.): Auf dem Weg zu einer Reurbanisierung. Zwischen Diskurs und Realität. Wiesbaden, S. 30-45.
Gerhard, U. / Pioch, E. (2012): The Role of Organizational Culture in International Retailing. In: The Service Industries Journal (under review).
Gerhard, U. / Seckelmann, A. (2012): Kopf oder Zahl? Vermittlung qualitativer Methoden in der humangeographischen Hochschullehre. In: Dörfler, T. /Rothfuss, E. (Hg.): Raumbezogene qualitative Sozialforschung – Perspektiven der Humangeographie. Wiesbaden (im Druck).
Gerhard, U. / Rothfuß, E. (2012): Urbane Ungleichheit in komparativer Perspektive. Konzeptuelle Anmerkungen zum Themenheft. In: Geographische Zeitschrift (angenommen).
Gerhard, U. / Warnke, I. (2011): From Dreamland to Wasteland? The Discursive Structuring of Cities. In: Schmid, H. / Sahr, W.-D. / Urry, J. (Hg.): Cities and Fascination: Beyond the Surplus of Meaning. London (=Re-Materialising Cultural Geography), S. 129-146.
Gerhard, U. (2011): Global City Washington, D.C.? An Urban Geography of the Political Sector. In Hahn, B. / Zwingenberger, M. (Hg.): Global Cities – Metropolitan Cultures: A Transatlantic Perspective. Heidelberg, S. 83-99.
Gerhard, U. (2010): Marktbericht: Einzelhandelsimmobilien in den Mittelzentren Mainfrankens. (=IHK-Berichte). Würzburg.
Alle Publikationen