Paula Brämick  Interkulturelles Zentrum Heidelberg

Praktikum mit kultureller Vielfalt und Verantwortung

Dieser Blogbeitrag wurde im Rahmen des Kolloquiums „Geographie in verschiedenen Berufsfeldern“ über den Praktikumsvortrag von Frau Paula Brämick am 10.06.2025 erfasst. Im Folgenden werden ihre Eindrücke, sowie Erfahrungen und Beweggründe für die Ausführung Ihres dreimonatigen Praktikums bei dem Interkulturellen Zentrum Heidelberg geschildert. Zudem wird das Unternehmen selbst vorgestellt und gegen Ende ein Fazit aus dem Praktikum.

Von Erik Rotter und Shirin Eisenlohr

Zu ihrer Person

Frau Brämick ist Studierende der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg und befindet sich dort im vierten Fachsemester ihres Masterstudiengangs in Geographie. Zuvor hat sie ihren Bachelor of Science an der Humboldt-Universität zu Berlin abgeschlossen.

Was ist das IZ und womit beschäftigt es sich?

Das Interkulturelle Zentrum (IZ) Heidelberg ist eine städtische Einrichtung, die Vielfalt, Teilhabe und interkulturellen Austausch fördert. Es entstand auf Grundlage einer Migrantenstudie von 2008 und dem Kommunalen Integrationsplan (2011), der die Gründung eines solchen Zentrums vorschlug. 2012 begann eine breite Gründungsphase mit Beteiligung der Stadtgesellschaft. Im Herbst 2014 wurde das IZ offiziell unter städtischer Trägerschaft gegründet. Seit 2016 ist ein Schwerpunkt des IZ der Aufbau des International Welcome Center Heidelberg, einer bundesweit einzigartigen Kooperation mit dem Amt für Zuwanderung.

Das IZ bietet eine Plattform für Menschen mit und ohne Migrationsgeschichte und unterstützt insbesondere Migrantenselbstorganisationen (MSOs). Es fördert die Vernetzung von Initiativen, bietet Beteiligungsformate und Professionalisierungsworkshops an und organisiert vielfältige kulturelle Veranstaltungen. Ziel ist es, das Zusammenleben in Heidelberg zu stärken, den interkulturellen Dialog zu fördern und einen Beitrag zu Toleranz und einem respektvollen Miteinander zu leisten.

Exemplarische Aufgabenbereiche als Praktikant*in bei dem Interkulturellem Zentrum Heidelberg

Während ihres Praktikums am Interkulturellen Zentrum Heidelberg war sie in vielfältige Aufgaben eingebunden, die ihr einen tiefen Einblick in interkulturelle Arbeit ermöglichten. Ein Schwerpunkt lag auf der Mitwirkung an den Internationalen Wochen gegen Rassismus 2025, die vom 17. März bis zum 8. April stattfanden und mit über 60 Veranstaltungen in Heidelberg unter dem Motto „Menschenwürde schützen“ stattfanden. Dort unterstützte sie insbesondere die Werbung und Öffentlichkeitsarbeit, vor allem im Bereich Social Media, sowie die Vorbereitung, Teilnahme und Evaluierung der Veranstaltungen. Darüber hinaus war sie an der Organisation, Vorbereitung und Durchführung weiterer partizipativer Veranstaltungen und kultureller Programme beteiligt, die den Austausch zwischen Menschen unterschiedlicher Herkunft förderten. Außerdem arbeitete sie aktiv an Projekten mit, die die Sichtbarkeit von Vielfalt erhöhen und Toleranz fördern. Ein weiterer wichtiger Bereich ihrer Tätigkeit war die Vernetzung von Akteurinnen aus verschiedenen Kulturen, um Begegnungsräume zu schaffen und den interkulturellen Dialog zu stärken.

Fazit und Motivation

Frau Brämick betonte am Ende ihres Vortrags, wie wertvoll die Erfahrungen im interkulturellen Umfeld des IZ für ihre persönliche und berufliche Entwicklung waren. Besonders die Mitarbeit an verschiedenen Projekten wie den Internationalen Wochen gegen Rassismus bis hin zur kontinuierlichen Öffentlichkeitsarbeit, verlangt ein hohes Maß an Organisation, Kreativität und Teamfähigkeit. Die Vielfalt der Aufgaben bot ihr die Möglichkeit, sich in verschiedenen Bereichen auszuprobieren und eigenverantwortlich mitzugestalten.

Aus geographischer Perspektive konnte sie ihre Kenntnisse über Migration, Stadtentwicklung und gesellschaftliche Teilhabe praktisch anwenden und erweitern. Neben fachlichem Wissen waren vor allem interkulturelle Kompetenzen, kommunikative Fähigkeiten und ein Gespür für gesellschaftliche Prozesse gefragt.

Wer als Geograph:in Interesse an sozialen Themen, kulturellem Austausch und städtischer Vielfalt mitbringt, findet im Interkulturellen Zentrum Heidelberg ein praxisnahes Arbeitsfeld, das sowohl methodische als auch zwischenmenschliche Kompetenzen stärkt und ein tiefes Verständnis für die Bedeutung integrativer Stadtentwicklung vermittelt.

Frau Brämick auf Veranstaltung