Universitätssiegel

Geländearbeiten/Geländepraktika


Große Exkursionen Mittlere und Kleine Exkursionen Geländepraktika

Geländeübung Angew. Phys. Geographie Genese und Morphodynamik von Sandmeeren mit Sterndünen – Das Beispiel Erg Chebbi (Marokko)

Leitung: Prof. Dr. Olaf Bubenzer, Katharina Anders, Manuel Herzog

Im Frühjahr 2020 fand eine zweite Geländekampagne des Lehrstuhls für Geomorphologie und 3D-Geodatenverarbeitung im Erg Chebbi statt. Wieder an der marokkanisch/algerischen Grenze bearbeiteten fünfzehn studentische Teilnehmer Fragestellungen der Physischen Geographie und 3D-Erfassung von Oberflächen. Schwerpunkte waren, aufbauend auf den Ergebnissen der vorherigen Kampagne, die fortgesetzte Prospektion der großen Sterndünen mittels Geophysik und sedimentologischer Methoden. Im Zuge der Übung wurden außerdem die Grundlagen für mehrere Abschussarbeiten (Bachelor und Master) erarbeitet.

Quelle: Katharina Anders

Blog zur Geländeübung

Zweites Geländepraktikum Bergstraßenneckar 2019

Leitung: Felix Henselowsky, Olaf Bubenzer, Manuel Herzog, Annette Kadereit

Nach einem ersten Geländepraktikum im Bereich des Bergstraßenneckars im Juni diesen Jahres, konnten die Arbeiten südlich von Viernheim in einem zweiten Geländepraktikum vom 09.-13. September 2019 fortgesetzt werden. Viele weitere Bohrungen gaben Einblicke in den sehr differenzierten Aufbau der vorkommenden Sedimente und Bodenbildungsphasen, welche als Archiv der Landschaftsgeschichte in diesem Raum dienen. Die Integration von geophysikalischer Prospektion bot auch hier die Möglichkeit der Verknüpfung von punktuellen und linearen Informationen, sodass die Studierenden im Rahmen der Lehrveranstaltung einen guten Einblick in physisch-geographische Geländearbeiten bekommen haben. Zusätzlich haben Christian Seitz und Katharina Anders aus der Arbeitsgruppe „Geoinformatik und 3D-Geodatenverarbeitung“ neueste Techniken zur Geländeerfassung mittels Drohnenbasiertem Laserscanning vorgeführt, sodass unsere vielfältigen Ergebnisse des Untergrunds auch in die Topographie des Geländes hochaufgelöst integriert werden können.

Rammkernsondierung

Rammkernsondierung im Bereich einer ehemaligen Neckarschleife mit Wechsellagerung von unterschiedlichen fluvialen Sedimenten, sowie äolischer und kolluvialer Rinnenverfüllung (Foto: Felix Henselowsky)

Verlauf der Neckarschleife

Drohnenbasiertes Laserscanning des Untersuchungsgebiet (Bearbeitung Katharina Anders & Christian Seitz)

Geländepraktikum Bergstraßenneckar 2019

Leitung: Felix Henselowsky, Gerd Schukraft, Nicola Manke

Vom 11. bis 14. Juni 2019 fand ein geomorphologisch-bodenkundliches Geländepraktikum südlich von Viernheim statt, bei dem die Untersuchung von ehemaligen Neckarschleifen im Vordergrund stand. Mit Hilfe von geophysikalischer Prospektion (Geoelektrik), Rammkernsondierungen und Bodenprofilen konnten Einblicke in die sedimentologischen und bodenkundlichen Verhältnisse der Region gewonnen werden. Begleitend wurden sämtliche Lokationen mittels differentiellen GPS hochauflösend eingemessen, sodass ein räumlicher Zusammenhang aller Befunde erstellt werden konnte.

Zukünftige Arbeiten in der Region nördlich von Heidelberg sollen weitere Fragen zum Verlauf und Entwicklung des ehemaligen Bergstraßenneckars behandeln und gibt zugleich den Studierenden die Möglichkeit mit Geländeübungen das Methodenwissen und die praktische Arbeit im Gelände zu vertiefen.

Rammkernsondierung

Rammkernsondierung im Bereich der ehemaligen Neckarschleife (Foto: Felix Henselowsky)

Verlauf der Neckarschleife

Blick auf die Neckarschleife mit südlichem Odenwald im Hintergrund und geophysikalische Prospektion der Rinnenverfüllung (Foto: Felix Henselowsky)

Geländepraktikum Marokko 2018

Leitung: Prof. Dr. Olaf Bubenzer, Prof. Dr. Bernhard Höfle, Katharina Anders, Manuel Herzog

Im Oktober 2018 vom 5.10 bis 15.10 fand ein Physische-Geographisches Geländepraktikum im Erg Chebbi, Marokko statt. An der algerisch/marokkanische Grenze wurde eine von Sterndünen geprägte Sandwuste mittels vielfältiger Methoden, des Lehrstuhls für Geomorphologie sowie des Lehrstuhls für 3D-Geodatenverarbeitung, untersucht. Schwerpunkte waren die Erfassung von Oberflächendaten (LIDAR und Vermessung) sowie des Untergrundes mittele geophysikalischer Prospektion und sedimentologischer Probennahme. Die sechzehn Teilnehmer konnten dabei im Vorfeld erworbene theoretische Kenntnisse im Gelände anwenden und erweitern.

Quelle: Olaf Bubenzer

Quelle: Daniel Borsanyi

Blog zum Geländepraktikum

Geländeseminar Ansprache von Pflanzengesellschaften
und ihren Standorten 2018

Leitung: Dr. Karsten Schittek, Dr. Bertil Mächtle

Ausgewählte Pflanzengesellschaften und die Eigenschaften ihrer Standorte standen im Mittelpunkt dieser Veranstaltung. Die sechs Geländetermine wurden genutzt, um anhand von Vegetationsaufnahmen unter Einbeziehung der Zeigerwerte nach Ellenberg eine Standortsbewertung vorzunehmen und die Standortsansprüche der Pflanzen mit dem bodengeographischen und lokalklimatischen Wissen zu verknüpfen. Neben Magerwiesen, bodensauren Buchenwäldern und Quellfluren im Eiterbachtal sowie dem Olfener Moor im Buntsandstein-Odenwald, unterschiedlichen Waldbewirtschaftungsformen im Brettwald auf Juratonen und den Halbtrockenrasen am Michaelsberg (Untergrombach) lernten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zum Abschluss die Vegetation des Handschuhsheimer Feldes kennen.

Michaelsberg

Magerwiese im NSG Michaelsberg bei Untergrombach mit blühender Ästiger Graslilie (Anthericum ramosum)

Geländepraktikum „Geoarchäologie“ Dossenheim 2018

Leitung: Dr. Bertil Mächtle, Günther Wieland (LAD)

Vom 26. bis 28.3. stand ein Waldstück bei Dossenheim im Mittelpunkt geoarchäologischer Untersuchungen. Nachdem 2014 vom Steinbildhauer Knut Hünecke keltische Mühlsteine, sog. „Napoleonshüte“, gefunden wurden, ist in den letzten Jahren unter der Leitung des Landesamtes für Denkmalpflege Esslingen (LAD) das nähere Umfeld untersucht worden. Im Rahmen des Geländepraktikums wurden weitere Fundstücke kartiert und die Mächtigkeit der periglazialen Deckschichten vor Ort und möglicher Halden mit geoelektrischen Tomographien ermittelt. Steinblöcke des Dossenheimer Quarzporphyrs aus diesen Fließerden waren die Grundlage der Mühlsteinproduktion. Literaturhinweis: Heinze, W., Hünecke, K., Mächtle, B., Wieland, G. (2017): Geoarchäologische Untersuchungen an den Werkplätzen der frühkeltischen Mahlsteinproduktion am Kirchberg bei Dossenheim.- Arch. Ausgr. Baden-Württemberg 2016, 113–117

Dossenheim 2018

Prospektion von Napoleonshüten bei Dossenheim

Geländepraktikum Unterengadin 2017

Leitung:
Universität Heidelberg: Dr. Bertil Mächtle
Universität Bamberg: Jun.Prof. Dr. Till Sonnemann,
Universität Bamberg: Dr. Katja Kothieringer
Universität Leiden: Dr. Karsten Lambers
UZH Zürich: Prof. Dr. Philippe Della Casa

Unterengadin

Georadar im Einsatz (links) und Geomagnetische Messungen (rechts)

Vom 20. bis 26. August 2017 wurden die 2015 begonnenen Arbeiten zur Erforschung der vorrömischen Terrassenlandschaften fortgesetzt. Neben Kartierung und Prospektion kam als neue Methode das Georadar der Bamberger Arbeitsgruppe zum Einsatz, die Messungen mit Geomagnetik und Geoelektrik wurden ausgedehnt.

Im Zentrum der Arbeiten standen zwei Profilschnitte, die die Befunde der Geophysik und der Edelmann-Sondagen aus 2015 konkretisieren sollten. Die mittels der geoelektrischen Tomographie im Untergrund identifizierten und als mögliche Mauerreste interpretierten Anomalien konnten im Rahmen des GP ergraben werden, es handelt sich tatsächlich um Steinsetzungen.

Unterengadin

Grabungsarbeiten (links) und Rest einer früheren Terrassenmauer (rechts)

Da die Teilnehmer zwischen den Stationen wechselten, war es den Studierenden der Archäologie und Geographie der vier beteiligten Institute möglich, einen breiten Überblick über das in der Geoarchäologie eingesetzte Methodenspektrum zu erhalten. Die Arbeiten werden in den kommenden Jahren fortgesetzt.

Film zum Geländepraktikum in Unterengadin (2017): Link zum Video.

Geländepraktikum Slowakei 2017

Leitung:
Gerd Schukraft, Manuel Herzog, Janine Lange, Carsten Zube

Vom 2. bis 8. Oktober 2017 fand ein physiogeographisches Geländepraktikum in Hul (Slowakei) statt. Bereits vorangegangen Arbeiten zeigten nördlich des Ortes Hul Reste einer frühbronzezeitlichen Siedlung mit einem umlaufenden Graben. Über 14-C-Datierungen wurden Alter von organischen Resten aus dem Grabentiefsten mit ca. 2000 Jahren cal. BC ermittelt. Im Gegensatz zu einer weiteren bronzezeitlichen Siedlung im 15 km entfernten Vrable ist die in Hul nicht an der Topographie des Geländes zu erkennen. Die Ergebnisse einer geomagnetischen Untersuchung zeigen auf einer heute landwirtschaftlich genutzten Fläche eine ringförmige Grabenstruktur, sowie mehrere Gruben.

Geländepraktikum Hul

Durchführung der Rammkernsondierung

Im Gegensatz zu den vorangegangenen Geländearbeiten wurde dieses Jahr der Fokus auf die Aue der westlich vorbeifließenden Zitava gelegt. Durch das Auffinden ehemaliger Flussrinnen im Untergrund soll die zeitliche Laufveränderung der frühen Zitava rekonstruiert werden. Hierzu kamen folgende Methoden zum Einsatz:

  • Rammkernsondierung
  • Geoelektrische Widerstandstomographie
  • Geomagnetik
  • Geodätische Vermessung mittels GNNS und Tachymeter

Am Tag nach der Anreise fand eine Exkursion statt, die den Studierenden einen Überblick in das Untersuchungsgebiet gab. In den darauffolgenden Tagen lernten die Teilnehmer/-innen sowohl die theoretischen Grundlagen als auch die praktische Anwendung der verwendeten Methoden.

Geländepraktikum Hul

Geomagnetik-Messung

Die Auswertung der gesammelten Ergebnisse fand im Anschluss in Heidelberg statt und wurden bei einem Nachbesprechungstermin den Teilnehmer/-innen präsentiert.

Forschergruppe Maulbronn 2016/17

Leitung: Dr. Bertil Mächtle,
Prof. Dr. Thomas Meier

Maulbronn 2016/17

Topographische Karte mit Ausschnitt des Klosters und Lage des „Rossweihers“ und „Tiefen Sees“ (Quelle: TK25 6918 Bretten, Badische Wasser- u. Straßenbaudirektion & Württ. Statist. Landesamt (Hrsg.) 1927)

Im Wintersemester 2016/17 fand die Forschergruppe zum Thema „Das Wassersystem des Zisterzienserklosters Maulbronn“ statt. Diese wurde im Zuge des Masterstudiengangs Geoarchäologie durchgeführt und sollte den Studierenden ermöglichen an einer definierten Fragestellung die Organisation und Durchführung eines kleinen Forschungsprojektes zu erlernen.

Maulbronn 2016/17

Der Rossweiher bei den Geländearbeiten im Sommer 2017

Das Forschungsobjekt stellte der „Rossweiher“ in der Nähe des Klosters dar. Aufgrund eines ausgeklügelten Zulaufsystems der Mönche wurde Wasser dem zentral gelegenen Tiefen See zugeführt. Ein bis heute bestehender unterirdischer Verbindungskanal mit dem „Tiefen See“ sollte lokalisiert werden, da dieser weder auf historischen Karten noch im Gelände nachzuvollziehen ist. Hierbei haben die Studierenden eine Prospektion der benachbarten Ackerflächen mithilfe von geoelektrischen Tomographien vorgenommen. Zusätzlich wurde anhand von historischen Karten und modernen GIS-gestützten Untersuchungen die historische Landschaft rekonstruiert. Die Ergebnisse sollten dabei helfen das Seen- und Wasserversorgungssystem des Klosters besser verstehen zu können. Die anfänglichen Arbeiten und der Abschlussbericht dienten als Grundlage für weitere Untersuchungen. Zwei Studierende des Studiengangs bereiteten darauffolgend ihre Abschlussarbeiten zum Wassersystem des Klosters vor und konnten diese 2018 abschließen.

  • S. Brockmann (2018): Geoarchäologische Untersuchungen zur Struktur des Rossweihers im Umfeld des Klosters Maulbronn. (Betreuer: Prof. Dr. T. Meier / Dr. Bertil Mächtle)
  • P. Hoffmann (2018): Untersuchungen zum Wassersystem der Zisterzienserabtei Maulbronn mittels GIS und historischer Quellen. (Betreuer: Prof. Dr. T. Meier / Dr. Bertil Mächtle)

Forschergruppe Welschingen 2014/15

Welschingen

Leitung:
Dr. Bertil Mächtle, Dr. Ingmar Holzhauer

In Welschingen im Hegau, westlich des Bodensees wurden 2007 bei Bauarbeiten für ein Neubaugebiet neolithische und bronzezeitliche Artefakte gefunden, darunter auch ein Glockenbecherfragment. Dieses Fragment wurde in einer Rinne gefunden, die mit einem bis zu 2m mächtigen Kolluvium verfüllt war.

Die geoarchäologische Forschergruppe setzte sich mit der Fragestellung auseinander, wie das Glockenbecherfragment aus dem Endneolithikum in die Rinne gelangen konnte und ob in der näheren Umgebung noch weitere menschliche Zeugnisse zu finden sind. Hierfür wurden geoelektrische Tomographien in der Nähe des mittlerweile bebauten Gebietes angelegt und eine Rammkernsondierung durchgeführt. Weiterführend wurde das Gebiet durch eine Geländebegehung erkundet und der Bohrkern im Labor untersucht.

Neben der theoretischen Einbettung in war die aktive Teilnahme der Studierenden an den Geländearbeiten und die nachträgliche Bearbeitung des Bohrkernes und Auswertung der Tomographien erforderlich.

Geländepraktikum Unterengadin 2015

Leitung:
Universität Heidelberg: Dr. Bertil Mächtle, Dr. Ingmar Holzhauer
Universität Bamberg: Dr. Katja Kothieringer
Universität Leiden: Dr. Karsten Lambers
UZH Zürich: Prof. Dr. Philippe Della Casa

Unterengadin

Vom 13. Bis 19. September 2015 fand in Ramosch im Unterengadin (Schweiz) ein interdisziplinäres Geländepraktikum zu prähistorisch genutzten Kulturterrassen statt. Der Fokus des Geländepraktikums lag auf der Erforschung des Ursprungs und der Entwicklung der Landschaft des Inntals in Zusammenhang mit den Kulturterrassen und historischen Fundplätzen (Motta und Motata).

Bisher wurden hier Hinweise auf frühe landwirtschaftliche Nutzung des Gebietes untersucht, die bewiesen, dass das Gebiet um Ramosch vom Neolithikum bis zur Bronzezeit (~5500 -800 BC) besiedelt war.

Zur Erforschung der Landschaftsentwicklung und menschlicher Einflussfaktoren auf die Terrasse wurden folgende Methoden angewendet:

  • Edelman-Bohrungen (mit Bodenansprache) zur Untersuchung des landschaftlichen Kontextes
  • Geoelektrik zur Messung der Widerstände des Untergrundes, um etwaige verborgene Strukturen zu finden
  • Geomagnetik um eventuelle archäologische Strukturen aufzudecken
  • GPS-Messungen zum präzisen Ausmessen der Geoelektrik, Edelman-Bohrungen und Geomagnetik
  • sowie eine archäologische Prospektion und Geländebegehung in der Nähe der Fundstellen.
Unterengadin

Während des Geländepraktikums wurde den Studierenden die Möglichkeit gegeben, jede der Methoden anzuwenden und so neue Kenntnisse zu erlangen oder bestehende zu erweitern.

Geländepraktikum Santorin 2014

Leitung: Dr. Bertil Mächtle, Dr. Stefan Hecht, Dr. Ingmar Holzhauer, Gerd Schukraft

In Zusammenarbeit mit Demokritos-Institut Athen
Demokritos

santorin

Die Suche nach einem minoischen Hafen führte Anfang September 2014 eine Gruppe von 13 Studenten, drei wissenschaftlichen Hilfskräften und ihren Dozenten für eine Woche auf die griechische Insel Santorin.

Hintergrund für die Untersuchungen war eine große minoische Eruption um 1600 v. Chr., welche weite Teile der Insel zerstörte und Städte und Häfen mit vulkanischen Ablagerungen überdeckte.

Nach einem minoischen Fresko befand sich nahe Akrotiri eine heute verschüttete Hafenanlage, die gegenwärtig nur zum Teil archäologisch ergraben ist. Mit Hilfe geophysikalischer Methoden, wie Geoelektrik, Refraktionsseismik und Rammkernsondierungen, sollte der verschüttete Hafen bzw. dessen möglicher Standort lokalisiert werden. Eine aus den geophysikalischen Ergebnissen resultierende archäologische Grabung könnte Fragestellungen zur Umwelt und zum Alltagsleben des minoischen Zeitalters auf Santorin beantworten.

Santorin

Einen ersten Eindruck gewann die Gruppe durch eine Inselführung von Prof. G.A. Wagner und Prof. Y. Bassiakos des Demokritos-Instituts Athen. In den darauffolgenden Tagen wurden die oben genannten Feldarbeiten unter Leitung der Heidelberger Dozenten durchgeführt und anschließend ausgewertet.

Besonderer Dank gilt abschließend Prof. C. Doumas für seine Unterstützung während der Forschungsarbeiten.

„Aktivitäten der historischen Bevölkerung und ihre natürliche Umgebung entlang der Seidenstraße (Turpan, Xinjiang) – Theorie, Methoden und Praxis“

Deutsch-chinesische Sommerschule im September 2009

Vom 7. bis 20. September 2009 fand in Turpan im Uigurischen Autonomen Gebiet Xinjiang (VR China) die deutsch-chinesische Summerschool zum Umweltwandel an der Seidenstraße statt. Gemeinsam mit Kollegen von der Chinesischen Akademie der Wissenschaften, der Academia Turfanica sowie der Universität zu Köln wurden Studenten und Nachwuchs- wissenschaftler in Theorie und Praxis geomorphologischer und geoarchäologischer Arbeitsweisen eingeführt.
20 deutsche und 20 chinesische Teilnehmer führten dabei in Jiaohe und Gaochang – zwei bekannten Ausgrabungsstätten an der alten Seidenstraße – sowie am Aiding See, dem tiefsten inländischen Punkt der Erde, gemeinsam Untersuchungen durch. Finanziert wurde die Sommerschule vom Chinesisch-Deutschen Zentrum für Wissenschafts- förderung der Deutschen Forschungsgemeinschaft und der National Natural Science Foundation of China. Die Zusammenarbeit soll schon 2010 in einer internationalen Konferenz und einem groß angelegten Forschungsprojekt fortgesetzt werden. Dabei wollen deutsche Geographen unter Leitung von Prof. Dr. Olaf Bubenzer (Heidelberg) mit chinesischen Paläobotanikern und Archäologen zusammenarbeiten. Prof. Bubenzer wird dazu mit Prof. Dr. Cheng-Sen Li (Institute of Botany, Chinesische Akademie der Wissenschaften, Beijing) und Prof. Dr. Xiao Li (Academia Turfanica, Turfan) kooperieren.

Impressionen von der Summerschool

o. l.: Gaochang: Auf dem Bild ist im Hintergrund eine Moschee der angrenzenden aktuellen Oasensiedlung zu sehen,
o. r.: Rammkernsondierung am Aiding See, unten: Die Teilnehmer der deutsch-chinesischen Sommerschule 2009

Weitere Informationen:

Geländepraktikum Physische Geographie

Leitung: Dr. Annette Kadereit, Dr. Stefan Hecht, Dipl.-Geol. Gerd Schukraft, Dipl.-Geogr. Tim Frese, Dipl.-Geogr. Ingmar Holzhauer, Dipl.-Geogr. Antonia Koch, Dipl.-Geogr. Markus Forbriger

Die Geländepraktika Physische Geographie werden regelmäßig im Winter- und im Sommersemester in Form von mehrtägigen Blockveranstaltungen angeboten.
Die Veranstaltung führt in die Geländemethoden der physischen Geographie ein. In Kleingruppen werden im tagesweisen Wechsel bestimmte Methoden von den Betreuern vorgestellt und anschließend im Gelände praktisch von den Studierenden angewendet. In erster Linie sollen Kompetenzen in der bodenkundlichen Ansprache im Gelände erlangt werden; jeder Geograph muss einmal ein Bodenprofil gesehen und untersucht haben! Weitere Methoden sind u.a. die Geoelektrik, Geländevermessung, Refraktionsseismik und Rammkernsondierung mit Kernansprache.

Impressionen von der Exkursion

Geländeaufnahme mit der Totalstation, Ansprache eines Bodenprofils

Nachdem die Arbeiten durchgeführt worden sind, erfolgt die Synthese der Resultate. Ziel ist es, durch den Vergleich der Ergebnisse der verschieden Methoden einen Eindruck und eine Interpretation der Landschafts- geschichte des Untersuchungsgebietes zu erhalten. Der wichtigste Erkenntnisgewinn für die Studierenden liegt in der Fähigkeit, (Mess)Ergebnisse der verschiedenen Methoden zu einer geographischen Synthese zu bringen und auf die räumliche und zeitliche Ebene zu übertragen.
Die Geländepraktika finden in der näheren Umgebung – Handschuhsheim, Sandhausen, Nordschwarzwald – statt, führen aber auch ins europäische Ausland: jedes Jahr fährt eine Gruppe zur Geländearbeit in die Slowakei, und für 2010 ist ein Aufenthalt auf Kreta geplant. Genaueres ist im KVV zu erfahren.

Impressionen von der Exkursion

Gemeinsames Arbeiten an der Profilgrube, Vermessung mit dem DGPS

Seitenbearbeiter: Webmaster-Team
Letzte Änderung: 08.05.2020
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