Universitätssiegel

Berichte

29.04.2020
Erfolgreiche Disputation von Svenja Kück

Autorin: Judith Keller

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Am 29. April 2020 verteidigte unsere ehemalige Mitarbeiterin Svenja Kück sehr erfolgreich ihre Doktorarbeit. ​Darin beschäftigt sie sich mit den Heimatbegriffen von Asylsuchenden und spricht damit ein derzeit gesellschaftlich hochrelevantes Thema an. Es wird angenommen, dass Migration zwar von Mobilität bestimmt ist, aber auch von Ankommen, Da-Sein und „Beheimatung“. Das Promotionsprojekt entstand aus dem Reallabor-Forschungsprojekt „Asylsuchende in der Rhein-Neckar-Region“ (Laufzeit von Januar 2016 bis März 2019). Hier arbeitet Svenja Kück im Teilbereich zur dezentralen Unterbringung von Geflüchteten in der Metropolregion.
Die Verteidigung fand aufgrund der Corona-Pandemie unter Ausschluss der Öffentlichkeit und mit allen notwendigen Sicherheitsvorkehrungen (siehe Bild) statt. Anschließend wurde im kleinsten Kreis gefeiert.

Wir gratulieren Svenja Kück zu ihrer erfolgreich abgeschlossenen Promotion und wünschen ihr auf ihrem weiteren Weg alles Gute!

27.04.2020
Labor Wissen und Stadt im März 2020

Autorin: Ulrike Gerhard

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Stadt und Universität stehen seit jeher in einem engen Wechselverhältnis zueinander, da sich ihre Entwicklungen gegenseitig bedingen. Dennoch hat sich die Zusammenarbeit in den letzten Jahren deutlich intensiviert. So ist in Deutschland die Zahl der „Wissenskooperationen“ sprunghaft angestiegen. Wissenschaftliche Einrichtungen arbeiten eng mit lokalen Unternehmen sowie mancherorten auch öffentlichem Sektor und Zivilgesellschaft zusammen, um ihre Stadt für den Weg in die Wissensgesellschaft vorzubereiten.
Doch was genau macht den Mehrwert solcher Bündnisse aus? Wie unterscheiden sich gewinnbringende Kooperationen von ihren weniger erfolgreichen Pendants? Editha Marquardt und Ulrike Gerhard haben im Auftrag der IBA Heidelberg über 100 deutsche Fallbeispiele untersucht und 20 Initiativen herausgefiltert, die als Good-Practice-Beispiele für gesamtstädtische, Wissenschafts- oder Flächen-Konzepte dienen können. Vier Best-Practice-Vorbilder aus Münster, Dortmund, Braunschweig und Bremen zeigen, wie unterschiedlich eine funktionierende langjährige Zusammenarbeit aufgestellt sein kann.
Das Karten-Set mit Spielplan fasst die Ergebnisse der Untersuchung zusammen und gibt Entscheidungskriterien für die Aufstellung in Heidelberg an die Hand: Welche Karten sind spielentscheidend und welches Blatt empfiehlt sich für Deutschlands älteste Universitätsstadt?

30.01.2020
David Wilson zu Besuch in Heidelberg

Autor: Judith Keller

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In der letzten Januar Woche war David Wilson, Professor für Stadtgeographie an der University of Illinois Urbana-Champaign, zu Gast in Heidelberg. David Wilson pflegt schon seit vielen Jahren enge Beziehungen mit der Arbeitsgruppe Nordamerika um Ulrike Gerhard. Ganz zentral beim diesjährigen Besuch von David Wilson in Heidelberg war die Vorstellung seines neusten Buches Chicago’s Redevelopment Machine & Blues Clubs in Form eines HCA Book Launches. Passend zum Thema las David Wilson nicht nur aus seinem Buch vor, sondern brachte auch Musik von Buddy Guy, seinem künstlerischen Vorbild, mit. Nach einer kurzen Einführung zur Chicagoer South Side (dem Setting des Buches) und den neusten Entwicklungen dort (Verdrängung durch Aufwertung von Marginalvierteln), wandte er sich den Blues Musikern und Club Besitzern zu. Diese sind, so betonte David Wilson immer wieder, wichtige politische Akteure im Widerstand gegen die Gentrifizierung der Chicagoer South Side und nicht, wie oft angenommen, aufgrund ihrer schwierigen sozioökonomischen Umstände passiv und machtlos. Nach dem Vortrag wurde bei Getränken und Knabbereien noch angeregt weiter diskutiert.
Neben der Book Launch war für David Wilson aber auch der Austausch mit Studierenden und Doktoranden am HCA und am Geographischen Institut sehr wichtig. So übernahm er die Vorlesung North American Cities, in der er dann zum Thema 8 Predictions about American Cities sprach. Außerdem gab es zwei Kolloquien für Doktoranden, in denen gemeinsam Texte diskutiert und über die Herausforderungen einer Dissertation gesprochen wurden. Im Austausch mit David Wilson konnten viele neue Perspektiven für den Denk- und Schreibprozess eröffnet werden. Doch auch der spaßige Teil eines solchen akademischen Austausches sollte natürlich nicht zu kurz kommen und so wurde die Woche dann mit einem kleinen Ausflug nach Mannheim beschlossen.

23.01.2020
Erlebbare Wissenschaften am DAI Heidelberg

Autor: Judith Keller

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Am 12. Dezember 2019 und 23. Januar 2020 war Judith Keller im Rahmen des Projekts Erlebbare Wissenschaften als Stadtgeographin ins DAI eingeladen. Hier stellen WissenschaftlerInnen der Universität ihre Forschung vor Grundschülern vor und stehen den Kindern dann Frage und Antwort. In den von Judith Keller mitgestalteten Terminen geht es um die Stadt der Zukunft und die Frage, wie wir in Zukunft gut zusammenleben können. Dies versuchte Judith Keller exemplarisch mit einem Blick auf ihre Forschungsprojekte in den USA und auch anhand des Patrick Henry Villages Heidelberg zu beantworten. Die Kinder hörten 45 Minuten gespannt zu, bevor sie dann viele Fragen stellten, die vom Berufsalltag einer Doktorandin, über fliegenden Autos in der Zukunft zu Beteiligungsmöglichkeiten von Kindern in der Stadtpolitik gingen. Nach einem leckeren Mittagessen konnten die Kinder dann an Lernstationen, die passend zum Thema von Studierenden der PH entworfen wurden, das Thema Stadt der Zukunft noch weiter vertiefen.

09.01.2020
Positionspapier zum „Sozialraum Stadt“

Autor: Martin Holler & Studierende

Im Wintersemester 2019/2020 haben Studierende des Geländepraktikums von Martin Holler ein Positionspapier "Sozialraum Stadt" entwickelt. Sie möchten damit aufzeigen, wie die Stadt auch als ein funktionierender Sozialraum auszusehen und auszugestalten ist. Während der Veranstaltung beschäftigten sie sich sowohl mit theoretischen Grundlagen zu Stadt und Raum als auch mit konzeptionellen Faktoren der sozialgeographischen und sozialräumlichen Arbeit. Mit diesem Papier möchten die Gruppe Stellung beziehen, warum sich Geographinnen und Geographen dem Sozialraum Stadt interdisziplinär zuwenden sollten. Weiterhin möchten sie aufzeigen, welche Phänomene im Sozialraum Stadt zwingend zu entwickeln bzw. auszugestalten sind. Zuletzt soll an einzelnen Parametern beispielhaft aufgezeigt werden, wie die angesprochene Ausgestaltung konkret aussehen kann. Durch diesen in der Methode Golden Circle hinterlegten Dreiklang sollen von abstrakten Überlegungen ausgehend konkrete Impulse für die Praxis geliefert werden. Das Positionspapier finden Sie hier.

28.11.2019
Exkursion: Die Zukunft der Stadt - damals und heute

Autorin: Cosima Werner

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Mit dem Titel Die Zukunft der Stadt – damals und heute führte Cosima Werner die Schüler und Schülerinnen des Stuttgarter Eberhard-Ludwig Gymnasiums durch die Heidelberger Stadtquartiere Weststadt und Bahnstadt. Ausgestattet mit einem interaktiv gestalteten Fragebogen machten sich die Schüler und Schülerinnen zunächst selbst ein Bild. Gemeinsam erarbeiteten wir, inwiefern die beiden Stadtteile zeitgenössische Strukturen in die Stadtentwicklung einbinden. Die Weststadt ist ein denkmalgeschützter gründerzeitlicher Stadtteil, der einst auf der "grünen Wiese" geplant wurde. Bis heute erfährt er hohe Beliebtheit bei den Bürgerinnen und Bürgern. Die postmoderne Bahnstadt entstand auf einer Konversionsfläche. Die Umsetzung ökologischer Nachhaltigkeitsstrategien und die Ausrichtung auf eine Wissensgesellschaft prägen das Leitbild des Quartiers.

11.11.2019
Movie Night mit Wag the Dog

Bei der alljährlichen Movie Night am 11. November zeigte die AG Nordamerika den Film „Wag the Dog“, eine wahnwitzige Satire, die die Manipulierbarkeit von Politik, Medien und Öffentlichkeit thematisiert und zeigt, dass Wahrheit relativ ist. Im Film ist sich der US-Präsident seiner Wiederwahl gewiss, doch dann gerät er mitten in einen Sexskandal. Seine Beraterin sieht nur noch eine Möglichkeit, um die drohende Niederlage zu verhindern: Sie engagiert Conrad Brean, der für die Verbreitung von Gerüchten und Manipulation der Medien bekannt ist. Gemeinsam mit einem Hollywood-Produzenten inszeniert das Team einen Krieg gegen Albanien, um die Öffentlichkeit von der Affäre abzulenken.
Bei Knabbereien und Getränken kam es auch nach dem Film in gemütlicher Runde noch zu Diskussionen und Gesprächen über den Film, dessen Themen auch heute noch top aktuell sind.

10.11.2019
Großer Konvent der Schader-Stiftung

Autor: Philipp Schulz

Nach der erfolgreichen Teilnahme am Sommercamp der Schader-Stiftung zum Thema „Echt kommunikativ? Analoge und digitale Begegnungen im öffentlichen Raum“ konnte Philipp Schulz auch beim Großen Konvent in Darmstadt teilnehmen. Dieser stand unter dem Leitsatz „Du bist nicht allein. Öffentlicher Raum im Dialog“ und verfolgte somit ähnliche Fragestellungen aus ganz unterschiedlichen Perspektiven. Auf die beiden Keynotes folgten diverse Dialog-Cafés, bei denen verschiedene Zukunftsfragen adressiert und debattiert werden konnten. Insbesondere die Mischung aus wissenschaftlicher Expertise und praxisbezogener Einblicke führte zu spannenden Debatten und neuen Erkenntnissen.

Besonders erfreulich ist auch die Berufung von Philipp Schulz als kooptiertes Mitglied für die nächste akademische Generation in den Kleinen Konvent (Wissenschaftlicher Beirat) der Schader-Stiftung. Für die kommenden zwei Jahre darf er die Stiftungsarbeit beratend begleiten. Auch das Projekt des Sommercamps kann durch die Unterstützung der Schader-Stiftung weitergeführt werden und wird vielleicht schon im kommenden Jahr eine erste Testphase zur analog-digitalen Kommunikation im städtischen Raum durchlaufen

14.10.2019
Teilnahme am Deutschen Kongress der Geographie in Kiel

Bei dem diesjährigen Deutschen Kongress der Geographie in Kiel war die AG-Nordamerika in einigen Sitzungen vertreten. So stellten Ulrike Gerhard und Editha Marquardt ihr Projekt Town and Gown vor. Svenja Kück berichtete in ihrem Vortrag “ Wissenschaftliche Neuordnungen im Kontext transdisziplinärer Reallabor-Forschung - Herausforderungen und Chancen am Beispiel des Projekts UrbanUtopiaLAB“ aus der Reallabor Forschung. Außerdem stellte Judith Keller einen Teil ihrer Dissertation zu Vertrauen in der Stadtentwicklung vor, mit ersten Ergebnissen aus einem Feldaufenthalt diesen Sommer. Auch Cosima Werner war sehr engagiert dabei als Referentin sowie Ausrichterin einer Sitzung. In ihrem Vortrag „Was haben Elvis Presley, Michele Obama und Liquor Stores gemeinsam? Eine geographische Analyse und Reflektion US-amerikanischer Armutsquartiere“ befasste sie sich mit marginalisierten Nachbarschaften und dem Raumkonzept Ghetto. Ihre zweite Funktion hatte sie als Ausrichterin der Doppelsitzung „Der Alltag ist tot, lang lebe der Alltag – Zur Wiederbelebung einer totgesagten Debatte“ inne.

20.09.2019
Vom Wissen zum Handeln – Umfrage beim weltweiten Klimastreik

Autor: Philipp Schulz

Unter dem Schlagwort des Klimahandelns wird im Projekt „Operationalizing Climate Science“ untersucht, wie man das Wissen über den Klimawandel in konkretes und lokales Handeln umsetzen kann. Dabei ist davon auszugehen, dass nicht alle Menschen, die sich um den Klimawandel sorgen, auch in gleichem Maße auf der individuellen Ebene darauf reagieren. In einer kleinen Pilotstudie wurden während des weltweiten Klimastreiks am 20. September 2019 im Rahmen der Fridays-for-Future-Bewegung Teilnehmer der Demonstration zu ihrer Einstellung zum Klimawandel, ihren Ideen für konkrete Maßnahmen und ihrem ökologischen Fußabdruck befragt. Die Umfrage war ein voller Erfolg: viele Teilnehmer hatten großes Interesse und es entstanden viele interessante Gespräche. Wir sind nun gespannt auf die Ergebnisse der Studie.

17.09.2019
Forschungsaufenthalt Harvard

Autorin: Judith Keller

Foto: James Capuzzi

Diesen Sommer hatte ich die wunderbare Möglichkeit, an einer Summer School des Abigail Adams Institute an der Harvard University in Cambridge, MA teilzunehmen. In einer kleinen Gruppe von nur 13 internationalen Studentinnen und Studenten, begleitet von zwei Professoren, diskutierten wir eine Woche über die amerikanische Demokratie und Gesellschaft, deren Entstehung, Besonderheiten und aktuelle Herausforderungen. Ich war jedoch nicht nur die einzige Europäerin, sondern auch die einzige Geographin in einer Runde aus Politologen, Ökonomen, Historikern und Juristen. Das war allerdings sicherlich kein Nachteil: viele der Herausforderungen, vor denen die amerikanische Demokratie steht, wirken sich ganz konkret im Raum aus und so konnte ich häufig meine geographische Perspektive einbringen. Ganz zentral war für das Seminar die Lektüre von Alexis de Tocquevilles Democracy in America, von wo aus wir dann auch häufig auf Max Weber und das Leben im eisernen Käfig zu sprechen kamen – für mich als Wahl-Heidelbergerin natürlich besonders interessant. Neben den drei täglichen Unterrichtseinheiten war abends Zeit für Unterhaltungsprogramm, das aber trotzdem inhaltlich immer zum Thema passte. So hatten wir beispielsweise einen Filmabend zu The Man Who Shot Liberty Valance, passend zur Diskussion um Manifest Destiny, oder folgten einen Abend lang dem Boston Freedom Trail zu wichtigen Stationen der amerikanischen Revolution. Durch diese Aktionen, tägliche gemeinsame Mahlzeiten, das Zusammenleben im Wohnheim und, vielleicht am wichtigsten, die oft tiefgründigen Diskussionen wuchsen wir als Gruppe schnell zusammen und es entstanden viele wunderbare Freundschaften.

26.07.2019
Informationsveranstaltung zum Masterplanprozess für den Campus Im Neuenheimer Feld, Universität Heidelberg, am 10. und 11.07.2019

Autorin: Editha Marquardt

Informationsstand

Man konnte sich direkt vor Ort an Laptops online selbständig informieren und auch online beteiligen.

Um Studierende und Beschäftigte der Universität Heidelberg als zentrale Nutzergruppen des Campus Im Neuenheimer Feld stärker auf den Masterplanprozess aufmerksam zu machen, wurde im Steuerungskreis Town & Gown gemeinsam die Idee entwickelt, durch eine Veranstaltung eine bessere Einbindung zu erreichen.

Informationsstand

Informationsstand

Am 10. und 11.07.2019 wurde ein Informationsstand zum Masterplanprozess aufgebaut. Auf Postern wurden die Idee und Ziele des Masterplanprozesses sowie die Gesamtentwürfe der vier Planungsbüros präsentiert. Außerdem wurden Hinweise auf die Veranstalter angebracht. Es gab ferner die Möglichkeit, sich direkt vor Ort an Laptops online selbständig weitergehend zu informieren und auch online zu beteiligen. Ein eigens erstellter QR-Code bot die Gelegenheit, sich direkt am Smartphone auf die Seite der Online-Beteiligung leiten zu lassen und dort die eigene Meinung abzugeben.

Insgesamt wurde das Angebot sehr gut angenommen. Die Aktion erwies sich als ein sehr gutes Instrument, um viele Personen zu erreichen und auf den Masterplanprozess überhaupt aufmerksam zu machen sowie um über den aktuellen Stand der Planung zu informieren. Entgegen der Vorannahmen ist ein großes Interesse vorhanden, die Informationen waren jedoch bisher kaum oder nur sporadisch bei den Nutzergruppen angekommen. Deshalb konnte die Veranstaltung den Bekanntheitsgrad des Masterplanprozesses erhöhen.

Seitenbearbeiter: Webmaster-Team
Letzte Änderung: 05.05.2020
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