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Ahmed Bakry, M. Sc.

Ahmed Bakry, Architekt und Stadtplaner, schloss 2012 sein Bachelorstudium in Stadtplanung und Städtebau an der Ain Shams Universität in Kairo ab. Während seines Doppel-Masters an der Universität Stuttgart und der Ain Shams Universität, welchen er 2015 abschloss, beschäftigte er sich mit angewandter Forschung zu Prozessen der Beteiligung von Gemeinden als lokale Dimension in der Regionalplanung. Seit April 2019 ist als Doktorand in der Abteilung für Regional Governance am Geographischen Institut der Universität Heidelberg tätig, wofür er ein Stipendium des ägyptischen Hochschulministeriums und des DAAD erhält. In seiner Doktorarbeit beschäftigt er sich mit dem sensiblen Thema der grenzüberschreitenden "ethnischen" Gemeinschaften und deren Einfluss auf Regionalplanung und grenzüberschreitende und periphere Gebiete. In seiner Doktorarbeit versucht er, die regionale Entwicklung für die Grenzregionen nur aus der Sicht von Kulturnetzwerken anzugehen Sein Ziel ist es, ein Modell für die regionale Entwicklung solcher durchmischten Grenzregionen zu entwerfen. Dieses Thema erwickelte in der jüngeren Zeit eine hohe Relevanz für lokale Planungspraktiken, ist jedoch in der akademischen Forschung bisher unterrepräsentiert, insbesondere wenn es in der Region sowohl um komplexe Grenzfragen wie auch unterschiedliche Ethnien geht.

Forschungsinteressen und -Schwerpunkte
  • Räumliche Stadtplanung
  • Regionalplanung und Grenzstudien
  • Kulturwissenschaften
Dissertationsprojekt

Grenzüberschreitende „ethnische“ Gemeinschaften und ihr Einfluss auf Regionalplanung und Grenzregionen - kulturvergleichende Analysen zu den EU-Grenzregionen.

Das Forschungsprojekt vereint drei Themen: regionale Planungstheorien, grenzüberschreitende ethnische Gemeinschaften sowie grenzüberschreitende und periphere Regionen. Die Kombination dieser drei Bereiche ist in der Literatur unterrepräsentiert. Die unterschiedlichen ethnischen Grenzgemeinschaften haben unterschiedliche räumliche Auswirkungen auf die regionale Entwicklung und die Konstitution dieser Grenzregionen. Den grenzüberschreitenden Regionen liegen unterschiedliche Kulturen mit einem hohen Maß an Gemeinsamkeiten und interaktiven kulturellen Netzwerken zugrunde. Berücksichtigt man diese Aspekte und Vorzüge, ändert sich der Status Quo der Grenzregion möglicherweise zum Besseren und kann in funktionalem Sinne zu Vorteilen für die jeweilige Region führen.

Die Ziele des Projektes sind zum einen die Entwicklung eines analytischen Rahmens zum Verständnis und zur Messung kulturräumlicher Netzwerke grenzüberschreitender Gemeinschaften und zum anderen die Entwicklung von Handlungsempfehlungen für die Regionalentwicklung in komplexen Grenzregionen voranzutreiben. Das Projekt misst den kulturellen Aspekt aus einer territorialen und einer relationalen Netzwerkperspektive, indem Kultur aus anthropologischer und soziologischer Sicht neu definiert wird. Mehrere Studien aus dem Bereich der Regionalwissenschaften und den Border-Studies haben versucht, Kultur neu zu formulieren, was bisher allerdings nur aus Sicht territorialer Artefakte und ohne Bezugnahme auf die Existenz von Kulturnetzwerken unternommen wurde.

Das Forschungsprojekt basiert auf einem empirischen, anwendungsorientierten Ansatz und verwendet einen Datensatz, der qualitative und quantitative Informationen kombiniert. Hierbei geht die Dissertation von der Hypothese aus, dass grenzüberschreitende ethnische Gemeinschaften in einem Grenzfall eine höhere kulturelle Belastung und höhere Indizes sowohl in territorialer als auch aus Netzwerkperspektive aufweisen. Dies ermöglicht es den Grenzbürgern, ein hohes Maß an grenzüberschreitender Interaktion, territorialer Kohäsion und hoher Integration zu erreichen. Außerdem könnte dies dazu beitragen, die räumliche Entwicklung und die Barrieren in den Grenzregionen zu verringern.
Es kann eingesehen werden unter dieser Webseite

Konferenzen und Präsentationen
  • Bakry, A. and Growe, A (2021): Ethnicities spatial effect on cross-border regions; Comparative analysis for culture aspect from territorial and network perspectives, the cases of Basque and Upper Rhine in EU border regions. IMISCOE online conference, “18th annual conference”. July 7 - 9, 2021. Luxembourg.
  • Bakry, A. and Growe, A (2021): Ethnicities spatial effect on cross-border regions; Comparative analysis for culture aspect from territorial and network perspectives, the cases of Basque and Upper Rhine in EU border regions. Lethbridge border studies online conference, “The line crossed us: new directions in critical border studies”. June 10 - 11, 2021. Canada.
  • Bakry, A.(2021): Culture networks and their influence on cross-border interrelations, The case of Upper Rhine Region, an EU cross-border region. AAG online conference, “annual meeting”. April 7 – 11, 2021. USA.
  • Bakry, A. (2020): Introducing new planning framework for identifying and measuring cross-border regional metropolitan functions; territorially and relationally. AESOP online Conference, "Regional Design: A Transformative Approach to Planning". 02.Oct.2020. Italy.
  • Bakry, A. (2016): Nubians between state approach and self-organized initiations. N-AERUS conference “who wins who loses”, 16th XVI. Nov. 15 – 21, 2015. Dortmund.
Publikationen
  • Bakry, A. and Growe, A (In print): Analysing cultural networks in cross-border metropolitan regions; The case of Upper Rhine Region (Germany-Switzerland-France). In: Erdkunde.
  • Bakry, A. (2016): Nubians between state approach and self-organized initiations. In: Proceedings of 16th XVI N-AERUS conference “who wins who loses”. Dortmund: TU Dortmund, 213-229. Reviewed at: http://n-aerus.net/wp/?page_id=152 (conference proceedings).
  • Bakry, A. (Double M. Sc.) (2015): integrating local ethnic groups in the process of regional planning: The case of the Nubian Village of Kostol, Komombo, Egypt. Cairo and Stuttgart. In: Ain Shams University and Stuttgart University. Reviewed at: https://iusd.asu.edu.eg/?page_id=1747&id=1008.
Seitenbearbeiter: Webmaster-Team
Letzte Änderung: 15.09.2021
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