Universitätssiegel
Madeleine Wagner

Berliner Straße 48
Zimmer 106
madeleine.wagner@uni-heidelberg.de
Tel: +49 6221 54-5565

 

Madeleine Wagner, M.Sc.

Madeleine Wagner arbeitet seit Juni 2017 als wissenschaftliche Mitarbeiterin und Doktorandin in der Abteilung Regional Governance. Sie absolvierte an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg ihr Masterstudium in Geographie mit den Nebenfächern Politikwissenschaften und Volkswirtschaftslehre. Ihren Bachelor in Geographie studierte sie zuvor an den Universitäten Heidelberg und Montpellier (Paul-Valéry Montpellier III) mit dem Nebenfach Öffentliches Recht. In Ihrer Masterarbeit untersuchte sie die Bedeutung von temporärer räumlicher Nähe für die Innovationsmethode Design Thinking sowie das dabei entstehende Spannungsverhältnis zwischen Innovation, Kreativität, Vertrauen und Raum.

Madeleine Wagner arbeitet bereits seit 2013 als studentische Hilfskraft in unterschiedlichen Forschungsprojekten mit. So unterstütze sie die Abteilung Wirtschafts- und Sozialgeographie im von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Forschungsprojekt „Neo-Kunsthandwerk, digitale Technologie und die neue Rolle der Peripherie im Weltmarkt für stille und bewegte Bilder“. Darüber hinaus arbeitete Madeleine Wagner in der Abteilung Regional Governance im Projekt „Zwischen Netzwerk und Territorium: Leitbilder für die strategische Raumentwicklung in Europa und im Vergleich“ als studentische Hilfskraft sowie zudem als Tutorin für wissenschaftliches Arbeiten und Schlüsselkompetenzen.

Als wissenschaftliche Mitarbeiterin war sie Teil des transdisziplinären Projektes „Bewertung und Wahrnehmung von Grün- und Freiflächen in urbanen Regionen im Kontext von Klimaschutz und Klimaanpassung (GREIF)“, welches als HEiKA-Research Partnership gemeinsam mit dem Karlsruher Institut für Technologie (KIT) durchgeführt wurde.

Forschungsinteressen und -Schwerpunkte
  • Wirtschafts- und Stadtgeographie
  • Kulturelle Infrastrukturen
  • Methoden der empirischen Sozialforschung
Dissertationsprojekt

Klein- und Mittelstädte als Arbeitsorte in der Wissensökonomie

In Deutschland bilden neben Großstädten und Metropolräumen Klein- und Mittelstädte im ländlichen sowie im polyzentral verdichteten Raum ein differenziertes und räumlich verbreitetes Netz von städtischen Standorten. Neben Großstädten gelten insbesondere auch Metropolregionen und polyzentrale Stadtregionen als Standorte mit guter Infrastrukturausstattung und somit als attraktive Anziehungspunkte für Unternehmen und unternehmensbezogene wissensintensive Dienstleistungen. Gleichzeitig können Klein- und Mittelstädte durch großes Flächenangebot, hohe Lebensqualität und geringe Miet- und Grundstückspreise als Wohnorte für die Bevölkerung Vorzüge bereitstellen. Veränderungen im Schnittbereich demographischer und ökonomischer Prozesse führen hierbei zu einer zunehmenden Stadtaffinität auf unterschiedlichen Maßstabsebnen, die unter dem Begriff der Reurbanisierung gefasst wird.

Gleichzeitig kommen aber in Zeiten zunehmender Digitalisierung und Globalisierung immer wieder neue Möglichkeiten auf, sich durch Telekommunikationstechnologien auch über große Distanzen hinweg auszutauschen. Traditionell wichtige Faktoren wie Transportkosten verlieren dadurch für andere Faktoren wie zum Beispiel Transaktionskosten an Bedeutung. Damit einher geht eine neue Bewertung räumlicher Determinanten und somit Standorten von wissensökonomischen Aktivitäten.

In wissenschaftlichen Studien lag der Fokus bislang auf der Rolle von Großstädten für wissensökonomische Aktivitäten. Klein- und Mittelstädte standen dagegen weniger im Mittelpunkt, obwohl dort insbesondere in Europa ein Großteil der Bevölkerung lebt. Im Fokus des Dissertationsprojektes wird somit die Rolle von Klein- und Mittelstädten in ökonomischen, demographischen und kulturellen Reurbanisierungsprozessen stehen. Es wird der Frage nachgegangen, inwiefern Klein- und Mittelstädte, gegebenenfalls in Abstufungen, von der zunehmenden Stadtaffinität profitieren können.

Klein- und Mittelstädte als Arbeitsorte in der Wissensökonomie
Aktuelle Vorträge (Auswahl)
  • Growe, A./Wagner, M. (2020): Wohnen und Arbeiten in Klein- und Mittelstädten - Regiopolisierung oder Regionalisierung? Vortrag auf der Dortmunder Konferenz 2020 in Dortmund, Deutschland, 17.-18.02.2020.
  • Mager, Ch./Wagner, M. (2019): Geographien integrieren?! Forschung jenseits von Disziplingrenzen und institutionellen Kontexten. Vortrag auf dem Deutschen Kongress für Geographie in Kiel, Deutschland, 25.-30.09.2019.
  • Wagner, M./Growe, A. (2019): Klein- und Mittelstädte als Profiteure von Regionalisierungsprozessen in der Wissensökonomie? – Entwicklungsdynamiken in Dienstleistung und Kreativwirtschaft. Vortrag auf dem Deutschen Kongress für Geographie in Kiel, Deutschland, 25.-30.09.2019.
  • Mager, Ch./Wagner, M. (2019): Assessment and Perception of Green and Open Spaces in Urban Regions in the Context of Climate Mitigation and Adaptation. Posterpräsentation auf dem HEiKA Day 2019, 18. Juli 2019 in Heidelberg
Publikationen
Seitenbearbeiter: Webmaster-Team
Letzte Änderung: 17.10.2020
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