Abteilung Anthropogeographie
Humangeographie (synonym: Anthropogeographie) befasst sich mit Räumen. Gemeint sind damit räumliche Ordnungen und Muster gesellschaftlichen Handelns, wie sie sich bspw. in den baulichen Strukturen von Städten oder in der
räumlichen Organisation von Wirtschaftsräumen zeigen. Gemeint sind auch die Räume in unseren Köpfen, die Vorstellungen, die wir uns von fremden Regionen machen, die Bedeutung, mit der wir Orte symbolisch aufladen.
Spannend für Geographen sind besonders die Verflechtungen zwischen Räumen (z.B. die weltweiten wirtschafsräumlichen Verflechtungen, die globale Vernetzung von Wissen etc.) sowie die Beziehungen zwischen verschiedenen räumlichen Ebenen
(global – national – regional – lokal). Humangeographie ist die Wissenschaft von der räumlichen Organisation menschlichen Handelns und den Beziehungen zwischen Gesellschaft und Umwelt (siehe Näheres auf der Homepage von Prof. Gebhardt).
Zu den Forschungsschwerpunkten der Abteilung Anthropogeographie gehören die geographische Stadtforschung, die (neue) Kulturgeographie und die politische Geographie. In den letzten beiden Jahren sind darüber hinaus Projekte zur
Gesellschafts-Umweltforschung, insbesondere zum Zusammenhang von globalem Klimawandel und Globalisierungs-
prozessen, hinzugekommen. Regional konzentrieren sich die Arbeiten auf Südwestdeutschland, den Vorderen Orient, Südostasien und China
(siehe Näheres unter Forschung).
In der Lehre werden neben Standardvorlesungen und Übungen zur allgemeinen oder regionalen Humangeographie regelmäßig auch Veranstaltungen zu aktuellen gesellschaftlichen Problemen in geographischer Sicht angeboten.
Ein von nicht wenigen als Highlight empfundener Teil der Lehre sind die großen Exkursionen nach Außereuropa (siehe Näheres unter den Homepages der Mitarbeiter/innen und Exkursionen).