Excursions


Große Exkursionen Mittlere/kleine Exkursionen

2016: Chile

Prof. Dr. Johannes Glückler, Dr. Michael Handke, Cristian Albornoz und Robert Panitz im März 2016

Zwischen dem 07. und 19. März 2016 fand die Große Ex¬kursion Chile mit 19 Studierenden unter der Leitung von Johannes Glückler, Michael Handke, Cristian Albornoz und Robert Panitz statt. Der Nord-Süd-Ausrichtung des längsten Landes der Welt folgend, verlief die Exkursionsroute der Heidelberger Geographen. Die Exkursion begann in der Hauptstadt Santiago de Chile führte über Rancagua, Constitución, Conceptión und Villarica an den südlichsten Punkt dieser Reise Puerto Montt. Über Temuco, San Antonio und Valparaiso führte der Weg wieder zurück zur Anfangs- und Endstation der Exkursion Santiago. Die Exkursion tangierte neben stadtgeographischen Themen wie Gated Communities, Pobladores oder die Latein-amerikanische Stadt, physisch geographische Elemente, welche mit Risiken für das tägliche Leben und die Ökonomie verbunden sind (Tsunamis, Vulkanausbrüchen oder Wasserknappheiten) vor allem wirtschaftsgeographische Problemstellungen der Regionalentwicklung, des Offshoring, der Ressourcenökonomie und der Governance.

Stadtgeographische Themen wurden vornehmlich in Santiago de Chile zusammen mit Prof. Dr. Johannes Rehner von der Universidad Católica diskutiert. Beginnend mit einem Blick auf eine Gated Community für mittlere Einkommensgruppen und einige staatlich subventionierte Wohnbauten in Quilín einem östlichen Stadtteil Santiagos, ging es in den neuen Central Business District Santiagos rund um das Costanera Center, dem höchsten Gebäude Lateinamerikas. Nach einem Blick auf das historische Zentrum dieser Metropole, dem Plaza de Armas, folgte ein Gespräch mit dem Bürgermeister von Ricoletta, einem ärmeren Stadtteile Santiagos. Die volle Dimension der neun Millionen Metropole Santiago wurde mit dem Blick vom Hügel Cerro San Cristobal deutlich.

Eine Teilnahme an der Absolventenverabschiedung der Masterstudierenden des Studiengangs Master of Governace of Risk and Resources am Heidelberg Centers Latein Amerika (HCLA) in Santiago eröffnete zudem Einblicke in das normale chilenische Studentenleben. Die Bedeutung natürlicher Ressourcen für die chilenische Wirtschaft wurde an zahlreichen Stellen der Exkursion sichtbar. Die große Bedeutung des Kupferabbaus vor allem für den chilenischen Export wurde bei einem Besuch in der größten Kupfermine der Welt „El Teniente“ bei Rancagua verdeutlicht. Auf über 2.000 Meter Höhe gelegen ist die Mine ein wichtiger nationaler und regionaler Wirtschaftsfaktor. Ausgerüstet mit Bergmannsausrüstung ging es unter Tage, um die einzelnen Abbau- und Verarbeitungsschritte nachzuvollziehen. Der anschließende Besuch des UNESCO-Weltkulturerbes Sewel, einer aufgegebenen Arbeitersiedlung in direkter Nachbarschaft zur Mine aus den Anfängen des 20. Jahrhunderts, bezeugt den in Kauf genommenen Aufwand, um einen reibungslosen Kupferabbau zu ermöglichen. Interessanterweise sind die Versuche einer Verringerung der Abhängigkeit vom Kupfer häufig durch die Förderung anderer ressourcenabhängiger Wirtschaftszweige geprägt. Der Aufbau einer exportorientierten Lachsindustrie rund um Puerto Montt, Wein- und Obstanbau an zahlriechen Standorten sowie die Holzwirtschaft stehen repräsentativ für diese Entwicklung.

Zu den Problemen einer stark ressourcenorientierten Wirtschaft, der Tendenz zur Ressourcenübernutzung und ungleichverteilter Wohlfahrtseffekte, kommen natürliche Risikofaktoren des Klimas (El Niño), der Geologie (Erdbeben, Vulkanausbrüche und Tsunamis) und der Biologie (z.B. das ISA-Virus in der Lachsindustrie) hinzu. Der Besuch der durch einen Tsunami zerstörten Stadt Constitución, das Erklimmen des Vulkans Villarica und Gespräche mit Vertretern der Lachsindustrie verdeutlichten diese Risiken. Gleichzeitig bezeugten die Existenz und das Fehlen von Anpassungsstrategien die Notwendigkeit passender Governance-Mechanismen und Institutionen um diesen Problemen und Risiken zu begegnen.

Gespräche mit der staatlichen Regionalentwicklungsagentur Corfo, der zentralen Wirtschafts- und Entwicklungseinheit der Vereinten Nationen für Lateinamerika CEPAL und mit Vertretern des Entrepreneurship-Programms Start-Up Chile eröffneten zudem Einblicke in staatliche Entwicklungsimpulse und die wirtschaftliche Dynamik Chiles. In Interviews mit Unternehmern konnten qualitative Eindrücke zur Innovativität und der Dynamik der chilenischen Wirtschaft gewonnen werden. Insgesamt bot die Exkursion einen kleinen Einblick in ein faszinierendes Land, welches sowohl landschaftlich als auch sozial wissenschaftlich abwechslungsreich, wie spannend ist.

2014: Polen

Prof. Dr. Johannes Glückler, Dipl.-Geogr. Robert Panitz im März 2014

Zwischen dem 17. und 29. März 2014 fand die „Große Exkursion Polen“ mit 16 Studierenden unter der Leitung von Prof. Dr. Johannes Glückler und Dipl.-Geogr. Robert Panitz statt. Die Exkursionsroute verlief in der ersten Woche von Nord nach Süd (Danzig, Warschau und Krakau) und in der zweiten Exkursionswoche von Ost nach West (Krakau, Kattowitz, Kolonowskie, Dobrozien und Breslau). Während der Exkursion wurde versucht, mittels von Expertengesprächen und Unternehmensbesichtigungen ein Gefühl für die Wirtschaftsgeographie Polens zu entwickeln. Die wirtschaftsgeographischen Aspekte lassen sich in die Themenbereiche der Ressourcenökonomie, Industrie, Dienstleistungen und Regulation einordnen. Darüber hinaus wurde das polnische Alltagsleben durch persönliche Erfahrungen erforscht. [read more..]

2012: Chile

Prof. Dr. Johannes Glückler, Dr. Michael Handke im März 2012

Seit das Geographische Institut der Uni Heidelberg am Heidelbergcenter für Lateinamerika in Santiago de Chile den berufsbegleitenden Masterstudiengang Governance of Risks and Resources anbietet, sind unsere Geographiestudenten immer häufiger im Land der 15 Klimazonen anzutreffen. Im März und April 2012 z.B. waren Herr Glückler und Herr Handke zur Lehre im neuen Master in Santiago angetreten. Dass sie jedoch auch noch von 18 Heidelberger Geographiestudenten begleitet wurden, hatte damit zu tun, dass diese sich für einer Großen Exkursion nach Chile angemeldet hatten, um Land und Leute und vor allem die Besonderheiten des wirtschaftlichen Lebens in Chiles kennen und verstehen zu lernen. [read more..]

2010: Kolumbien

Prof. Dr. Johannes Glückler, Dr. Michael Handke im Februar 2010

Im Februar 2010 reisten 18 Heidelberger Geographiestudenten zusammen mit Prof. Johannes Glückler und Dr. Michael Handke nach Kolumbien. Alexander von Humboldt hatte es ihnen im Jahr 1801 vorgemacht. Während jedoch von Humboldt vor allem die eindrucksvolle Natur und Topographie Kolumbiens erforschte und anschließend für die nach exotischen Berichten aus der Ferne durstenden Europäer in Büchern und Vorträgen medienwirksam in Szene setzte, standen auf dem zweiwöchigen Exkursionsprogramm der Heidelberger Geographen vor allem wirtschafts- und sozialgeographische Themen sowie Phänomene wirtschaftlicher Interaktion. [read more..]

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